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Erneut Nazi-Schmierereien in Horst übermalt – Breite Solidarität für die Jordans

Screenshot Gelsenblog

Screenshot des Gelsenblog-Artikels

Nachdem in der Nacht vom 21. auf den 22. April zum zweiten Mal Tür und Hausfront in der Devensstraße 111 in Gelsenkirchen-Horst zur Zielscheibe von Nazi-Schmierfinken geworden ist, haben Vertreter des Bündnisses gegen Krieg und Faschismus zum zweiten Mal Hakenkreuze und Beleidigungen übermalt und ihre praktische Solidarität gezeigt.

Wie Gelsenblog hier berichtet, haben die gegen das Ehepaar Heike und Andreas Jordan gerichteten Anschläge weit über Gelsenkirchen hinaus für Empörung – und Solidarität gesorgt. Nach der WAZ am 27.05.2015 berichteten die Aktuelle Stunde und SAT 1 am 28.05.2015. Die Bezirksvertreteung Nord verabschiedete am 28.05.2015 einstimmig eine von Karl Henke (Bündnis 90/Die Grünen) vorgeschlagene Resolution.

Tomas Grohé (Die Linke) will eine ähnliche Resolution am Dienstag in die Bezirksvertretung West einbringen. Klaus Brandt schlägt in einem bislang nicht veröffentlichten Leserbrief an die WAZ eine „starke symbolische Aktion“ durch die „Bürgerschaft und ihr Establishment“ vor. An desssen Durchführung lässt sich allerdings angesichts der Schwerfälligkeit des in der „Demokratischen Initiative“ zusammengeschlossenen Gelsenkirchener „Establishment“ zweifeln.

Das Bündnis gegen Krieg und Faschismus, das sich aus Anlass des Aufmarsches der „Die Rechte“ am 1. Mai 2015 gebildet hat, erklärt in seiner aktuellen Pressemitteilung u.a.: „Unserer letzten Pressemitteilung ist im Übrigen nichts hinzuzufügen: Wir fordern erneut und eindringlich alle politisch Verantwortlichen und insbesondere auch die Gelsenkirchener Polizeipräsidentin Heselhaus-Schröer dringend auf sich aktiv dafür einzusetzen, dass sich die gewalttätige Nazi-Szene in GE nicht weiter etabliert. Gelsenkirchen darf kein zweites Dortmund werden, wo es häufig zu tätlichen Übergriffen von Neo-Nazis auf Migranten und Antifaschisten kommt. Der Abgeordnete der Partei ‘Die Rechte’ im Dortmunder Stadtrat startete sogar schon eine Anfrage nach der Anzahl der Juden in Dortmund.“

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Erneut Nazi-Schmierereien in Horst

Beseitigung der Hakenkreuz-Schmierereien am 25. April 2015 durch das "Bündnis gegen Krieg und Faschismus"

Beseitigung der Hakenkreuz-Schmierereien am 25. April 2015 durch das „Bündnis gegen Krieg und Faschismus“

Nach einem abendlichen Überfall auf Heike Jordan am 30. März und Hakenkreuzen sowie Beschimpfungen an Tür, Briefkasten und Hausfront der Jordans in der Nacht vom 21. auf den 22. April wurden in der vergangenen Nacht zum zweiten Mal Tür und Hausfront zur Zielscheibe von Nazi-Schmierfinken.

Heike Jordan ist als engagierte Antifaschistin und Mitinitiatorin der Verlegung von Stolpersteinen für die Opfer des Faschismus in Gelsenkirchen bekannt. Bereits nach dem letzten Vorfall hatte sich das „Bündnis gegen Krieg und Faschismus“ mit ihr solidarisch erklärt und alle politisch Verantwortlichen „und insbesondere auch die Gelsenkirchener Polizeipräsidentin Heselhaus-Schröer“ aufgefordert, „sich aktiv dafür einzusetzen, dass sich die gewalttätige Nazi-Szene in GE nicht weiter etabliert.“ Als Zeichen praktisch gelebter Solidarität hatten Mitglieder des Bündnisses die Schmierereien übermalt.

Auf Anfrage der „Ruhrbarone“ teilte die Polizei mit, dass sie in alle Richtungen ermitteln würde, jedoch von einem rechtsradikalen Hintergrund ausginge. Hinweise auf die Täter gäbe es noch nicht. Man sei auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Kleiner Hinweis: Die Täter haben die Farbe gewechselt, am 21./22. April verwendeten sie rote Farbe, dieses Mal blaue.

Herman-Neudorf-Ausstellung beeindruckend in der Gesamtschule Horst eröffnet

In der Gesamtschule Horst wurde heute um 16 Uhr in einer sehr beeindruckenden Weise die Ausstellung für den Holocaust-Überlebenden Herman Neudorf eröffnet. Der einzige Überlebende seiner Familie, an einem trüben Herbsttag im Oktober 1938 als 13jähriger aus dem Turnunterricht verhaftet und wie zahlreiche andere Juden polnischer Abstammung nach Polen abgeschoben, lebt heute 87jährig in den USA und wohnte von dort aus per Skype der Eröffnung gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Anna vom heimischen Sofa aus bei.

Natürlich waren mehrere Klassen Schülerinnen und Schüler mit dabei, Lehrer sowie verschiedene Gäste, und selbstverständlich auch die Ausstellungsmacher des Gelsenzentrums, Heike und Andreas Jordan. Unter den Fotografen war mit Sicherheit auch jemand von der Presse anwesend, so dass ich mich ganz auf die Veranstaltung konzentrierte und keine Fotos machte. Auch der Bezirksbürgermeister Gill zeigte sich als begeisterter Fotograf.

Zunächst begrüßte der Schulleiter der Gesamtschule Horst die Anwesenden, bat insbesondere die Schülerinnen und Schüler um Ruhe und begrüßte Herman Neudorf im fernen Florida. Wir erfuhren, dass wir uns im selben Gebäude befanden, in denen Herman Neudorf bis 1938 unterrichtet wurde, damals war hier natürlich noch keine Gesamtschule, sondern ein Realgymnasium untergebracht.

Zum Programm gehörte ein jiddisches und sehr getragenes Musikstück, dass sich Herman Neudorf gewünscht hatte. Es folgten von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe aufgeführte Theaterszenen mit 4 Stationen aus Hermans Leben. Hier zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Sichtweise auf die Verhaftung im Unterricht, der Ankunft im Polizeigefängnis, der Abschiebung im Zug und dem Aufenthalt in Polen. Damit überhaupt alle etwas sehen konnten, mussten sich die vorderen Schülerreihen auf den Boden setzen oder knien, so voll war es.

Nach einer kurzen Textdarbietung zeigte eine weitere Schülergruppe typische Reaktionen auf verlegte Stolpersteine, sowie einem Aufruf, warum es wichtig ist, sich der Vergangenheit zu stellen. Herman Neudorf bedankte sich noch einmal für die Veranstaltung und dankte vor allem Andreas und Heike Jordan für ihr Engagement. Schließlich sprach Andreas Jordan abschließend und eröffnete die Ausstellung.

Zu diesem Zweck hatten sich einige Schülerinnen und Schüler der Unterstufe als „Ausstellungsguides“ vorbereitet und konnten den interessierten Gästen zu einzelnen Tafeln der Ausstellung einen kurzen Überblick geben, mithin einen Anstoß, selbst weiter zu lesen und zu schauen.

Alles in allem eine sehr schöne, sehr würdige Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung selbst ist sehr sehenswert. Sie beginnt mit einer Tafel über „Jüdisches Leben in Horst“ und folgt der Chronologie der Ereignisse, stellt zunächst mit einer Tafel „Die Familie Neudorf“ vor und folgt den wechselhaften Ereignissen in Herman Neudorfs Leben, die der „Verhaftung aus dem Unterricht heraus“ folgten. Herman Neudorf konnte wie durch ein Wunder nach Kriegsbeginn nach Gelsenkirchen zurückkehren, nur um 1942 erneut deportiert zu werden, dieses Mal nach Riga. Es folgte unter anderem ein Aufenthalt im Konzentrationslager Buchenwald, der ihn zeitweilig in das Außenlager Bochumer Verein in unserer Nachbarstadt führte. Er überlebte den Todesmarsch aus dem KZ Buchenwald nur knapp und wurde am 14. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit. Hier endet die Ausstellung nicht, sondern zeigt seine weitere Lebensgeschichte, die Rückkehr nach Gelsenkirchen, die „Suche nach Tätern“ und schließlich die Auswanderung nach Übersee. Die Ausstellung endet mit der Darstellung seines neuen Lebens nach 1945. Das letzte Foto zeigt die drei verlegten Stolpersteine auf der Markenstraße 19 für die ermordeten Eltern und den überlebenden Herman Neudorf.

Die Ausstellung ist bis zum 9. November in der Gesamtschule Horst zu sehen.

Stolperstein und Ausstellung für Herman Neudorf

Nach der Verlegung von 18 weiteren Stolpersteinen und einer sehr schönen Abschlussveranstaltung zur Stolpersteinverlegung im Kaminzimmer von Schloss Horst am 8. Oktober 2012 wird der Verein Gelsenzentrum vom 26. Oktober bis zum 9. November 2012 in der Gesamtschule Horst eine Ausstellung über das Schicksal des Holocaust-Überlebenden Herman Neudorf zeigen.

Bei der Verlegung am 8. Oktober in der Markenstraße 19 in Gelsenkirchen wurde zum ersten Mal ein Stolperstein für jemanden verlegt, der den Holocaust überlebt hat. Der heute 87jährige, in den USA lebende Herman Neudorf, geriet 1938 in die Verfolgungs- und Mordmaschine der Nazis, er überlebte als einziger seiner Familie. Mit der Verlegung eines Stolpersteins für ihn, wurde die Familie im Gedenken vor dem Haus in der Markenstraße 19 wieder vereint.

In der sich an die Stolpersteinverlegung anschließenden Matinee im Kaminzimmer von Schloss Horst beeindruckten nicht zuletzt die Opernsängerin Michaela Sehrbrock, die eine Auswahl von Gedichten und Liedern der tschechisch-jüdischen Schriftstellerin Ilse Weber über das KZ Theresienstadt vortrug, und am Klavier von Marion Steingötter begleitet wurde. (Schön auch, dass nicht nur ProNRW im Schloss Horst tagt!)

Für den 26. Oktober 2012 hat Gelsenzentrum nun eine Ausstellung vorbereitet, die das Verfolgungsschicksal und das Überleben von Herman Neudorf zeigen. Lehrer und Schüler der Gesamtschule Horst bereiten ein vielfältiges Programm mit Theaterszenen, einer Kunstinstallation und weiteren Präsentationen sowie Führungen durch die Ausstellung vor. Die Eröffnung beginnt um 16 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 9. November 2012, dann findet wieder um 16 Uhr eine Finissage statt. Der Titel der Ausstellung ist Programm: „Vergeben muss man, aber Vergessen ist unmöglich …“

Keine Nazi-Konferenz in Gelsenkirchen

Keine Nazi-Konferenz in GelsenkirchenUnter diesem Motto mobilisiert das „Bündnis gegen Rechts“, ein Bündnis von Personen aus verschiedenen Parteien und Organisationen, gegen den Anti-Minarett-Parteitag von ProNRW im Schloss Horst am Samstag, 27. März 2010.

Weitere Aktivitäten richten sich gegen das „Rahmenprogramm“ der Rechten. Dazu zählen sog. „Mahnwachen“  an sechs Moscheen im Ruhrgebiet am Freitag, 26. März 2010 sowie der sog. „Sternmarsch“ auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh am Sonntag, 28. März 2010.

Während das Bündnis gegen Rechts sich für den 26. März auf die „Mahnwache“ von ProNRW vor der Moschee an der Horster Straße vorbereitet, mobilisiert das Gelsenzentrum die Horster Bürger zur Moschee an der Fischerstraße 154 in Gelsenkirchen-Horst und lädt für die Vorbereitung zu einer Bürgerversammlung am Dienstag, den 9. März 2010 um 19 Uhr in die Gaststätte Norkus, Devenstraße 121 in Gelsenkirchen-Horst ein.

Für den 27. März sind 5 Kundgebungen rund um Schloss Horst angemeldet: jeweils durch Andreas Jordan (Gelsenzentrum), Martin Gatzemeier (Linke), Robert Zion (Grüne), Lothar Wickermann (VVN) sowie AUF.

Für Duisburg gibt es Aufrufe der NPD und von ProNRW, am 27. und 28. März 2010 Aufmärsche gegen die Merkez-Moschee in Marxloh durchzuführen. Hier mobilisiert das Bündnis Duisburg stellt sich quer.

Gegen rechte Propagandaveranstaltungen in Gelsenkirchen-Horst und anderswo

no_nazis_2010Unter dem Vorwand, einen Parteitag durchführen zu wollen, hat die rechte Vereinigung ProNRW für den 27. März 2010 das Schloss Horst von der Stadt angemietet. Diskussionen oder gar Anträge sind nicht zu erwarten. Stattdessen sind Teilnehmer aus Belgien, Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz eingeladen, die als ausländerfeindlich, rassistisch, islamfeindlich bekannt sind. Es handelt sich bei dem Treffen im Schloss Horst offensichtlich nicht um einen Parteitag, sondern um eine Propagandaveranstaltung der europäischen Rechten.

Im Gegensatz zu Naziorganisationen, die offen judenfeindlich agieren, hat sich diese europäische Rechte einen neuen Feind ausgesucht: Einwanderer aus überwiegend islamischen Ländern. Nach der beschämenden Schweizer Volksabstimmung gegen Minarette an Moscheen will ProNRW auf dieser islamfeindlichen Schiene nachziehen und ein “Minarettverbot” für ganz Europa fordern. Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung in Horst zählen denn auch “Mahnwachen” vor Moscheen in sechs Städten und ein “Sternmarsch” zur Duisburger Merkez-Moschee. Hier sollen Gläubige eingeschüchtert und in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt werden. Dieses darf nicht zugelassen werden! Nicht zuletzt wecken diese „Mahnwachen“ vor Moscheen beklemmende Erinnerungen an das Jahr 1933, als die SA vor jüdischen Geschäften aufmarschiert ist und „Deutsche kauft nicht bei Juden!“ propagiert hat.

Der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen diese Veranstaltungen wurde bereits früh organisiert. Schon im Januar hat Andreas Jordan für das Gelsenzentrum, welches sich in Gelsenkirchen unter anderem auch für die Verlegung der Stolpersteine einsetzt, eine Kundgebung unter dem Motto „No Nazis“ für den 27. März 2010 auf dem Josef-Büscher-Platz in Gelsenkirchen-Horst angemeldet. Seit Februar finden Freitags und Samstags Infostände einiger Engagierter statt, die die Anwohner informieren. Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), die Linke Alternative, das Bündnis gegen Rechts und inzwischen auch die Demokratische Initiative (DI) wenden sich gegen die rechte Propaganda-Veranstaltungen. Das Bündnis gegen Rechts hat sich auf eine gemeinsame Homepage und einen Aufruf verständigt und wird aktiv gegen ProNRW demonstrieren.

Das Gelsenzentrum geht nun einen Schritt weiter. Um die für den 26. März 2010 um 12.00 Uhr vor der Moschee an der Fischerstraße 154 in Horst von ProNRW angekündigte “Mahnwache” zu verhindern, laden Heike und Andreas Jordan zu einer Bürgerversammlung in Horst ein. Die Bürgerversammlung findet am Dienstag, den 9. März 2010 um 19 Uhr in der Gaststätte Norkus, Devenstraße 121 in Gelsenkirchen-Horst statt. “Wir wollen diskutieren, wie wir in Horst gewaltfreien Protest gegen den Rassismus der ProNRW organisieren können. Denkbar wäre auch ein Marsch durch Horst-Süd zur Moschee an der Fischerstrasse”.

Daneben werden von unterschiedlichen Organisationen verschiedene weitere Veranstaltungen und Aktionen gegen rechte Hetze für den 26., 27. und 28. März geplant. „Wir müssen deutlich mit einem breiten gesellschaftlichen Schulterschluss gegen Rechts zeigen, das alte und neue Nazis nicht willkommen sind – in Gelsenkirchen wie anderswo!“ so die Sprecherin des Gelsenzentrum e.V., Heike Jordan. Wir sind dagegen, dass die Herkunft und Religion unserer Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen von ProNRW instrumentalisiert wird.

Stolperstein für Charles Ganty verlegt

Bei „leichtem Schneegriesel“ (O-Ton Wetterbericht) verlegte Gunter Demnig heute im Schatten der Zeche Nordstern den Stolperstein für den belgischen Zwangsarbeiter Charles Ganty. Das bereits in vielen Städten im In- und Ausland bekannte Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig sieht vor, das die in das Pflaster eingelassenen Steine mit kurzen biografischen Angaben an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Die Verlegung begann ganz profan mit Hammer und Meißel. Sehr schnell stellte Gunter Demnig fest, dass der Boden zu hart gefroren war, um ihn mit reiner Körperkraft aufzustemmen. Während Andreas Jordan Strom organisierte, versuchte sich Tomas Grohé selbst mit Hammer und Meißel, …

… bis der Aktionskünstler dem Pflaster mit einem stärkeren Werkzeug zu Leibe rückte …

… und schließlich nach einigen Arbeiten den Stein in das Pflaster einsetzen konnte.

Nachdem Heike Jordan die Messingplatte gesäubert hatte, berichtete Andreas Jordan den Anwesenden kurz von Charles Ganty.

Charles Ganty stammt aus Charleroi in Belgien und wurde 1940 als Zivilarbeiter nach Deutschland dienstverpflichtet. Er war ab Januar 1941 Arbeiter auf der Zeche „Nordstern“. Wegen Arbeitssabotage von der Gestapo zunächst in ein „Arbeitserziehungslager“ eingewiesen, nach Verpflichtung zu politischem Wohlverhalten entlassen und wegen kritischer Äußerungen am 31.08.1942 erneut festgenommen, wurde er am 21.05.1943 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 7.9.1943 in Plötzensee ermordet.

Charles Ganty gehört neben Erich Lange und Paul Bukowski zu den drei von den Nazis ermordeten Menschen, die die damalige PDS im Rat der Stadt 2005 beispielhaft vorgeschlagen hatte, um für sie  „Stolpersteine für Widerstandskämpfer“ zu verlegen. Die Mehrheit im Rat der Stadt hatte sich damals für das Konzept der Erinnerungsorte durch das Institut für Stadtgeschichte entschieden und die Verlegung von Stolpersteinen auf private Initiativen verwiesen.

Bei der Verlegung waren rund 15 Menschen anwesend, neben den Organisatoren Heike und Andreas Jordan von Gelsenzentrum e.V. auch mehrere Mitglieder der Linken Alternative, die die Patenschaft für diesen Stein übernommen hatte, zwei Mitglieder der Gelsenkirchener Geschichten und der frühere Betriebsrat auf der Zeche Nordstein, Reinhold Adam.