Archiv der Kategorie: Ostermarsch

Vom Ostermarsch bis zum 8. Mai

Hildegard vom Friedensforum Gelsenkirchen am antifaschistischen Mahnmal mit Blumen und Friedenstaube.

Wie schon im vergangenen Jahr kümmert sich das Friedensforum Gelsenkirchen um den Blumenschmuck am antifaschistischen Mahnmal zwischen dem Ostermarsch und dem 8. Mai.

Die Verbindung der beiden Termine, der Ostermarsch für Frieden und Abrüstung und der 8. Mai, der Tag der Befreiung Europas vom Faschismus, illustriert die antifaschistische Losung „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

Zugleich weist diese Aktion darauf hin, dass auch in diesem Jahr um den 8. Mai Veranstaltungen des Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung in Vorbereitung sind, die die Forderung, den 8. Mai als Tag der Befreiung zum Feiertag zu machen, unterstützen.

Rede zum Ostermarsch 2021 in Gelsenkirchen

Susanne Franke beim diesjährigen Ostermarsch-Empfang im Stadtgarten Gelsenkirchen vor dem antifaschistischen Mahnmal.

Dokumentation der Ostermarsch-Rede von Susanne Franke, Schalker Fan-Initiative e.V., Schalker gegen Rassismus und Diskriminierung

Soziale Abrüstung
Es gilt das gesprochene Wort

Vielen Dank an das Friedensforum Gelsenkirchen dafür, dass ich diese Rede halten darf.
Dank noch mehr dafür, dass mich die Frage so sehr ans Nachdenken brachte.

1965 in Gelsenkirchen geboren, lief ich Anfang der 80er Jahre bei den Ostermärschen mit, mit meiner Schwester, meinem Schwager, mit Freunden. In der Zeit des „Kalten Krieges“ zwischen den zwei dominanten Blöcken Nato und Warschauer Pakt.

Im Kalten Krieg war das Thema Rüstung omnipräsent. Auch politisch nicht interessierte Menschen kannten Waffennamen, kannten die „Pershing“ und „Cruise Missile“. 1981 kam die Platte “Red Skies over Paradise” von Fischer Z raus, mit dem Song „Cruise Missiles“ und dem Titelsong, der wirklich die Sorge vieler junger Leute beschrieb: „Unten in ihren Bunkern unter dem Meer drücken die Männer die Knöpfe, denen ich völlig egal bin.“

Die große Bewegung, Bewegung auch im wörtlichen Sinn, die die internationale Rüstungspolitik in Deutschland auslöste, gibt es jetzt nicht mehr. Und das nicht, weil das Thema keine Relevanz mehr hätte. Der Aufruf zum Ostermarsch benennt ja die Problemfelder klar, zum Beispiel, in welchem Verhältnis der Militäretat zum Gesundsheitsetat steht, dass der UN-Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterzeichnet ist, oder dass natürlich Rüstung und Klimawandel etwas miteinander zu tun haben.

Wie sich die „Eindeutigkeit“ der gemeinsamen Ziele (wenn auch nicht der gemeinsamen Mittel) in den 80er aufgefächert hat, zeigt der Aufruf auch: Er reicht vom Widerstand gegen die Hochrüstung bis zu dem gegen rechte Ideologien und Organisationen. Die sind die auch in Gelsenkirchen immer wieder sichtbar und aktiv, wenn auch nicht dominant.

All dies bringt jetzt keine Zehntausende (oder gar Hunderttausende) in die Diskussion – und auch nicht auf die Straßen. Die gesellschaftspolitische Entwicklung und Dynamik hinter dieser Veränderung kann ich nicht angemessen analysieren, nur den Faden der persönlichen Reflexion wieder aufnehmen. Während ich also zum ersten Mal seit langem wieder für eine Veranstaltung der Friedensbewegung in Gelsenkirchen bin, bin ich regelmäßig als Aktive der Schalker Fan-Initiative hier.

Die wurde 1992 als „Schalker gegen Rassismus“ gegründet, um das Parkstadion zur „nazifreien Zone“ zu machen, und um die rassistischen Gesänge gegen Spieler zu verbannen. Das Zeitgefühl der frühen 90er spiegelt sich in den Unwörtern des Jahres:
1991 ausländerfrei
1992 ethnische Säuberung
1993 Überfremdung
Und das waren nicht nur Worte, das waren auch Taten – die rechtsextremen Angriffe gegen eingewanderte Menschen und Asylbewerber nahmen zu. Wir alle erinnern uns Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen.

Der meist verbalen aggressiven Ausgrenzung in den Stadien wollten die Aktiven der Fan-Initiative ein Wir entgegenstellen. Ein Wir, dass Fans jeder Herkunft einschliesst. Zumindest mal in der Schalker Fanszene. Und, so die weiteren Ziele: Mit möglichst viel kommunikativer Ausstrahlung in die Medien, Wirkung in die Stadt, und in andere Fanszenen.

Der Start war fast einfach: Eine Entscheidung, ein Name, ein Logo, ein Banner – die öffentlichen Auftritte der Schalker gegen Rassismus, ihre Aussagen und Flugblätter brachten viel mediale Aufmerksamkeit und nach und nach auch die Unterstützung von Spielern, und Bürgern der Stadt Gelsenkirchen. Es wurde klar, wie viel mehr Themen dazu gehörten. Und natürlich, wie sehr der respektvolle Umgang untereinander eine klare Haltung gegen Sexismus beinhalten muss, auch beim Bier im Stadion. Wie viel dafür selbst heute noch zu tun ist, hat das Programm hier in Gelsenkirchen um die Wanderausstellung „fan.tastic females“ gezeigt: Alle Frauen im Austausch kannten dumme und dennoch schmerzhafte (mindestens) verbale Übergriffe. Also arbeitet auch in diesen Wochen eine Gruppe von Frauen aus der Fanszene und der Geschäftsstelle des Vereins miteinander an Ideen und Maßnahmen für Gleichstellung.

Nur mit Partnern konnte die Fan-Initiative dann wirklich nachhaltig und vielfältig werden. Viele davon kennen wir aus dem Fußballumfeld, wie das Fanprojekt oder andere Fanorganisationen.

Andere, nicht so „typische“, fanden wir in der Stadt, und wir sind sehr dankbar dafür. So wie „The Point“, das schwul-lesbische Jugendzentrum in Gelsenkirchen. Vor 15 Jahren gab es wenig Problembewusstsein, wenn immer wieder Beschimpfungen wie „schwule Sau“ gerufen wurden. (Einige haben’s ja heute noch nicht verstanden…) Im Oktober 2006 begann die Zusammenarbeit mit der Posteraktion „Out auf Schalke. Schwule und Lesben gibt es in jedem Stadion“. Wieder einmal fanden wir Unterstützung, und konnten die Aktion zum Beispiel vor einem Heimspiel im Stadion präsentieren.
Wie wichtig das Thema aber war, zeigte die Tatsache, dass das Aktionsplakat geändert werden musste. Die Mutter einer Minderjährigen stimmte der Veröffentlichung nicht zu, aus Sorge um die Reaktionen ihres sozialen Umfeldes. Ihre Entscheidung brachte uns in logistische Nöte – und hatte natürlich unser volles Verständnis.

Auch die Jüdische Gemeinde ist ein wichtiger Partner für die Fan-Initiative, mit vielen guten gemeinsamen Veranstaltungen. 2011 waren viele Menschen überrascht, die Wanderausstellung „Tatort Stadion“ in der Synagoge zu besuchen. Und viele davon waren noch nie in einer Synagoge gewesen, und freuten sich – neben der Ausstellung selbst – über die Offenheit der Gemeinde, die Nähe und die Informationen.

Nicht übereinander, sondern miteinander reden galt auch für die Begegnungen mit geflüchteten Menschen in Gelsenkirchen. Mit dem Fanprojekt wurde zweimal „The world is cooking“ veranstaltet, bei dem geflüchtete Menschen für Gäste kochten, und ins Gespräch kamen. Fußball spielten wir natürlich auch miteinander.

Unsere Aktivitäten wissen um die Begrenzung ihrer Reichweite, und verstehen sich nicht als klassische Friedensarbeit. Im guten Fall bilden sie die Basis dafür, gemeinsam Kraft für die großen Themen zu entwickeln.

Und so freue ich mich, heute in meiner Heimatstadt mit dem Aufruf zum Ostermarsch sagen zu dürfen:
Den menschenfeindlichen Umtrieben von AfD, der NPD, PEGIDA und der RECHTEN, von Identitären und Reichsbürgern stellen wir uns entgegen!

Glück auf,
und friedliche Ostern.

Schalker Fani-Ini mit zerschmetterten Hakenkreuzen.

Ostermarsch 2021 wieder auf der Straße!

Ostermarsch in Gelsenkirchen 2021.

Gleich in mehrfacher Hinsicht hat mich der heutige Ostermarsch-Empfang im Gelsenkirchener Stadtgarten überrascht. Entgegen meinen eigenen Bedenken waren nicht nur zahlreiche Gelsenkirchener ab 10.30 Uhr anwesend, sondern war auch der aus Essen kommende Fahrrad-Korso größer als gedacht. Mehrere Gelsenkirchener:innen schlossen sich ihm dann in Richtung Bochum an.

Bereits seit halb 10 waren unter der musikalischen Begleitung von Norbert Labatzki die fleißigen Helfer:innen des Friedensforums Gelsenkirchen mit den Vorbereitungen zugange. Ein kleiner Stand mit farbigen Ostereiern und kleinen Snacks vor dem Musikpavillion und die Lautsprecheranlage vor dem antifaschistischen Mahnmal mussten aufgebaut, Markierungspunkte für das Einhalten der Abstände auf dem Boden gesprüht werden.

Der Fahrrad-Korso aus Essen …

Das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung hatte neben dem Friedensforum einen Stand mit Infomaterial wie der „Zeitung gegen den Krieg“ zum Mitnehmen aufgebaut. Die MLPD sammelte Unterschriften für ihre Kampagne „Gib Antikommunismus keine Chance“ und die DKP Unterschriften für ihren Wahlantritt zur Bundestagswahl. Bündnisgrüne und Linke und auch die Gelsenkirchener VVN-BdA hatten angesichts der Pandemielage auf ihre traditionellen Infostände dieses Mal verzichtet.

Gottfried vom Friedensforum erläuterte den Hintergrund des antifaschistischen Mahnmals …

Der eintreffende Fahrrad-Korso aus Essen, größer als von mir erwartet, wurde von Hildegard vom Friedensforum begrüßt. Norbert Labatzki führte nicht nur musikalisch den Gang zum antifaschistischen Mahnmal an. Dort wurden die Ostermarschierer:innen von Gottfried vom Friedensforum begrüßt, der auf den Entstehungszusammenhang des Mahnmals hinwies.

Susanne Franke von der Schalker Fan-Ini berichtet von der Arbeit der Ini gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport.

Die traditionelle Rede hielt dieses Mal Dr. Susanne Franke von der Schalker Fan-Initiative e.V., Schalker gegen Rassismus und Diskriminierung. Sie berichtete von der Gründung und der Arbeit der Schalker Fan-Ini, den Schwierigkeiten und den Chancen. Nicht zuletzt aus diesem Grund tauchten neben den tradionellen Friedens- und Parteifahnen auch zwei große Fahnen der Schalker Fan-Ini mit dem zerschmetterten Hakenkreuz auf.

Das zerschmetterte Hakenkreuz zeigt deutlich die Position der Schalker Fan-Ini.

Alles in allem angesichts Pandemielage und kaltem Wetter ein gut besuchter Ostermarsch. Dazu beigetragen haben dürfte nicht zuletzt die komplette Verlagerung in die Computerwelt im vergangenen Jahr. In diesem Jahr wollten wohl wieder mehr Menschen zeigen, wie wichtig es ist, in der realen Welt Ostern für den Frieden zu marschieren.

Ostermarsch Rhein Ruhr 2021 im Stadtgarten am antifaschistischen Mahnmal – mit Maske und Abstand!

Ostermarsch 2021 wieder „offline“ im Stadtgarten Gelsenkirchen

Trotz der Pandemie plant die Friedensbewegung, den Ostermarsch Rhein Ruhr 2021 wieder auf die Straße zu bringen. Nachdem im vergangenen Jahr der Ostermarsch nur Online stattfand, sind wir alle in diesem zweiten Jahr der Corona-Pandemie erfahren genug, um Masken zu tragen sowie Abstände und Hygiene-Regeln einzuhalten.

Auch in Gelsenkirchen wird es wieder gegen 11.40 Uhr am Ostersonntag den Empfang des aus Essen kommenden Fahrradkorsos geben. Am Musikpavillion werden die Ostermarschierer:innen allerdings nicht mit Kaffee und Kuchen bewirtet werden können. Es wird nur Kaffee geben und aus Pandemiegründen wird dafür kein Geld kassiert und Wechselgeld herausgegeben, sondern es werden Spenden angenommen. Organisiert wird das alles wie in jedem der letzten Jahre vom Friedensforum Gelsenkirchen.

Am antifaschistischen Mahnmal wird Susanne Franke von der Schalker Faninitiative sprechen und Norbert Labatzki wird die Musik dazu spielen.

Die Friedensbewegung fordert angesichts des Wahljahres – im September steht unter anderem die nächste Bundestagswahl an – Atomwaffenverbot umsetzen, Abrüsten, Klima schützen! Gerade die Corona-Pandemie zeigt uns allen quasi in einem Brennglas wie systemrelevant unser Gesundheitswesen und wie schädlich Militärausgaben für die öffentliche Gesundheit sind.

Inzwischen ist es 80 Jahre her, dass am 22. Juni 1941 das faschistische Deutschland, nachdem es bereits weite Teile Europas besetzt hatte, die Sowjetunion mit einem in der Geschichte beispiellosen modernen Vernichtungskrieg überzog. 27 Millionen Sowjetbürger:innen verloren dabei ihr Leben, Millionen Kriegsgefangene und gefangene Zivilist:innen wurden in Deutschland aufgrund unmenschlicher Bedingungen im staatlichen Auftrag ermordet. Das damit verbundene Leid ist uns Mahnung und Anlass, heute für eine neue Entspannungspolitik, für Abrüstung und für kollektive Sicherheit in Europa einzutreten!

Der Ostermarsch Rhein Ruhr 2021 ruft auf, im Wahljahr 2021 über Ostern gemeinsam gegen Aufrüstung und Kriegspolitik, für Abrüstung, Entspannung, eine europäische Friedensordnung und zivile Konfliktlösungen zu demonstrieren! Das es damit alleine nicht getan ist, dürfte jedem klar sein. Wer eine andere Politik will, muss darum bei den Wahlen Parteien wählen, die eine andere Politik verfolgen!

Ostermarsch Rhein-Ruhr 2020 mal ganz anders (mit Update)

Der Aufruf für den virtuellen Ostermarsch Rhein Ruhr 2020.

Angesichts der bekannten erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens kann der Ostermarsch Rhein-Ruhr in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Es gibt allerdings Bestrebungen, alternative Formen zu finden, um die Inhalte der Friedensbewegung in die Öffentlichkeit zu transportieren. Das Friedensforum Gelsenkirchen hat aus diesem Grund ein beeindruckendes Programm auf seiner Homepage zusammengestellt. Auch die Gelsenkirchener Linke plant einen eigenen Videobeitrag. Nicht zuletzt zeigt die Corona-Pandemie uns allen wie systemrelevant unser Gesundheitswesen und wie schädlich Militärausgaben für die öffentliche Gesundheit sind.

In Gelsenkirchen fand in den letzten Jahren am Ostersonntag im Stadtgarten der Empfang des aus Essen kommenden Ostermarsches statt. In diesem Jahr haben die Aktiven des Friedensforums Gelsenkirchen neben einer Rede von Hildegard Maier am Antifaschistischen Mahnmal im Stadtgarten zwei Lieder von Karmelita und Leo auf Video aufgezeichnet und auf die Webseite des Friedensforums gestellt. Eine weitere Aufzeichnung, „We shall overcome“, vorgetragen von Inga und Kristina, runden das alternative virtuelle Online-Veranstaltungsprogramm ab.

Die Organisatoren des städteübergreifenden Ostermarsches Rhein-Ruhr schlagen darüber hinaus vor, Flyer oder Plakate des Ostermarsches ins Fenster der Wohnung oder des Autos zu hängen. Diese Fotos sollen dann gesammelt auf der Seite des Ostermarsches Rhein-Ruhr gezeigt werden. Fotos könne an die E-Mail-Adresse Kontakt2020@ostermarsch-ruhr.de oder per WhatsApp an 0178 371 6915 geschickt werden. Erste Bilder können jetzt schon hier angesehen werden.

Ab Karsamstag um 12 Uhr werden auf der Seite des Ostermarsches Rhein-Ruhr Videos mit Reden und Kulturbeiträgen zu sehen sein.

Update

Zu Recht sind aus der Friedensbewegung Forderungen zu hören, die aus der aktuellen Krise Konsequenzen für zukünftige Politik ziehen wollen. Vielerorts wird nun die Bundeswehr als Unterstützung gegen die Pandemie eingesetzt, sie stellt Transportkapazitäten und unterstützt medizinische Einrichtungen. Das zeigt aber nicht, dass wir die Bundeswehr im Innern brauchen, sondern verdeutlicht die Defizite unseres Gesundheitssektors und die Unterfinanzierung des zivilen Katastrophenschutzes. Während der Rüstungsetat dieses Jahr 45,1 Milliarden Euro beträgt – ein Anstieg von 37 % innerhalb von fünf Jahren – fehlen diese Mittel in Krankenhäusern und anderen zivilen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen!

Es war selten so offensichtlich: Die Bundesregierung setzt beim Thema Sicherheit falsche Prioritäten. Eine Regierung, die ihre Bevölkerung schützen möchte, muss in die Gesundheitsvorsorge, den Katastrophenschutz und die Bekämpfung des Klimawandels investieren anstatt in Panzer und Waffen. Nur so kann langanhaltender und nachhaltiger Frieden entstehen.

Martin Gatzemeier, DIE LINKE-Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeister-Kandidat bei der kommenden Kommunalwahl, mit einem Beitrag zum virtuellen Ostermarsch vom Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen. „Wir fordern die Solidarität von allen. Nicht nur in der Krise, sondern vor allem nach der Krise, so dass wir auch weiterhin sagen können: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

Silvia Rölle, Landessprecherin der VVN-BdA NRW mit einem Beitrag zum virtuellen Ostermarsch in der Landesgeschäftsstelle. „Aus leidvoller Erfahrungen unserer Gründungsväter und -mütter der VVN wissen wir was passiert wenn Freiheitsrechte und andere Schutzrechte abgebaut werden. Der Faschismus hat uns gelehrt wachsam zu sein. Das sollten wir auch jetzt in Zeiten von Corona sein.“

Eindrücke vom Ostermarsch Rhein Ruhr 2019

Der Ostermarsch Rhein Ruhr am Ostermontag auf dem Weg von Dortmund-Dorstfeld in den Dortmunder Norden.

„Abrüsten statt Aufrüsten! Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens!“ sind kurzgefasst die Forderungen des diesjährigen Ostermarsches. Wie schon in den Jahren zuvor fanden an drei Tagen von Ostersamstag bis Ostermontag Kundgebungen und Demonstrationszüge im Ruhrgebiet und im Rheinland statt. Zum ersten Mal war ich an allen drei Tagen dabei.

Nach dem regnerischen Wetter in den letzten Jahren schien über dem diesjährigen Ostermarsch die Sonne. Die Auftaktveranstaltung am Samstag, 20.04.2019 in Duisburg war mit zwei- bis dreihundert Menschen gut besucht. Beeindruckend fand ich das Allerwelt-Ensemble, ein Chor, der in einer Turnhalle, einer Flüchtlingsunterkunft, gegründet worden war und uns mit wundervoller Musik verwöhnte.

Auftaktveranstaltung am Ostersamstag in Duisburg mit dem Allerwelt-Ensemble.

Von den verschiedenen Rednern ist mir die Aussage eines 27-jährigen Redners im Gedächtnis geblieben, der über die Normalität Europas für die jungen Leute heute berichtete, wie einfach man Grenzen überschreiten kann und das Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges keinen Krieg mehr gesehen habe. In Bezug auf die Europäische Union hat er sicherlich Recht, doch verwechselte er offenbar die Europäische Union mit dem Kontinent Europa und vergaß den völkerrechtswidrigen Angriff der NATO auf Rest-Jugoslawien 1999.

Marco Bülow, aus der SPD ausgetretener Bundestagsabgeordneter, kritisierte sehr deutlich die Rüstungspolitik der „großen“ Koalition, die der Grund für seinen Austritt war. Moderiert wurde die Kundgebung von Shabnam Shariatpanaki.

Eines der vielen Aussagen aus dem Ostermarsch, hier vom ersten Tag in Duisburg (und Düsseldorf).

Der anschließende Demonstrationszug ging über die Friedrich-Wilhelm-Straße zum Duisburger Hauptbahnhof, wo an die Deportationen in der Nazi-Zeit erinnert wurde und, wie schon während der Auftaktveranstaltung, auf die Aktivitäten der verschiedenen Bündnisse hingewiesen wurde, die sich dem Aufmarsch der „Die Rechte“ am 1. Mai in Duisburg entgegenstellen.

Ein weiterer und geradezu klassischer Slogan vom Ostermarsch in Düsseldorf.

Von dort aus ging es mit dem Zug nach Düsseldorf, wo sich neben den Düsseldorfern auch Kundgebungsteilnehmer aus Köln und Duisburg am DGB-Haus versammelten. Der Demonstrationszug mit rund 1000 Friedensdemonstranten führte durch die Düsseldorfer Innenstadt zum Marktplatz. Das schöne Wetter hatte viele Menschen auf die Straßen gelockt, so dass unsere Demonstration eine große Aufmerksamkeit erweckte.

Der Fahrradkorso sammelt sich am Ostersonntag auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen.

Am Ostersonntag führte traditionell die Fahrradetappe von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum. Auch diese war – sicherlich nicht zuletzt aufgrund des herrlichen Wetters – gut besucht. Nach der Auftaktkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz ging es mit einem beeindruckenden Fahrradkorso erst nach Gelsenkirchen, zur ebenfalls schon traditionellen ersten Zwischenkundgebung im Stadtgarten mit Kaffee und Kuchen und einer Rede von Gottfried Clever vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus.

Erholung im Grünen beim traditionellen Zwischenhalt im Stadtgarten Gelsenkirchen.

Die Fahrt ging dann weiter nach Bochum-Wattenscheid zur Friedenskirche am August-Bebel-Platz. Das es viel mehr Ostermarschierer als in den letzten Jahren waren, konnte man nicht zuletzt daran merken, dass die Stärkung mit Kartoffelsuppe und Bockwurst nicht für alle reichte.

Zwischenhalt in Bochum-Wattenscheid an der Friedenskirche/August-Bebel-Platz.

Die längste Strecke war nach Herne in das AWO-Familienzentrum zu bewältigen. Den Abschluss fand der Tag schließlich bei ver.di in Bochum mit einer Veranstaltung „Gefährliche Fluchtwege und Migrationsbekämpfung in Westafrika“ mit einem sehr interessanten Referat über die Art der Einflussnahme der Europäischen Union in Afrika zur militärischen Aufrüstung und Migrationsbekämpfung in den Staaten Afrikas. Mohamed Bangoura trug die Sichtweise der einheimischen Bevölkerung bei und berichtete über seine Flucht über Libyen nach Europa.

Blick in den Düsseldorfer Demonstrationszug am Ostersamstag.

Erfreulich war die Begrüßung an den Zwischenhalten mit Verpflegung und wechselndem Kulturprogramm. Auch erinnerte mich die Atmosphäre während des Fahrradkorsos an den Ostermarsch Ruhr in den 1980er Jahren während der Nachrüstungsdebatte. Damals zogen Tausende an drei Tagen von Duisburg nach Dortmund. Den damaligen Rüstungswettlauf zwischen NATO und Warschauer Pakt hatte der INF-Vertrag beendet, ein Vertrag über die Begrenzung strategischer Mittelstreckenraketen. Genau dieser Vertrag wird aktuell durch die USA in Frage gestellt, die Russland vorwerfen, sich nicht mehr an ihn zu halten.

Auf dem Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld am Ostermontag.

Am Ostermontag begann der Ostermarsch nicht wie in den Vorjahren in Bochum-Werne, sondern in Dortmund-Dorstfeld. Dorstfeld ist ein Schwerpunkt der rechtsextremen Szene im Ruhrgebiet. Ein paar Rechtsextremisten zeigten sich auf der anderen Straßenseite, doch wir waren erkennbar viel mehr. Nach einem Friedensgottesdienst – fast alle sangen dabei „We shall overcome“ mit, sprach unter anderem Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer. Er sprach sich insbesondere für eine europäische Vernetzung der Initiativen gegen Rechts aus.

Der Ostermarsch am Ostermontag auf dem Weg in die Dortmunder Innenstadt.

Der Ostermarsch machte an diesem Tag seinem Namen alle Ehre. Zu Fuß ging es durch Dortmund zum Friedensplatz mit einer Zwischenkundgebung und von dort aus weiter in die Duisburger Nordstadt, wo im Wichernhaus das traditionelle Abschluss-Friedensfest stattfand. Dort konnte man sich erneut stärken und Leute wiedertreffen, die man länger nicht gesehen hatte. Letzteres war schon immer ein wichtiger Aspekt des Ostermarsches, der seine Wirkung nicht nur nach außen, sondern auch nach innen entfaltet. Und das in jedem Jahr.

Am Ostersamstag in Duisburg während der Auftaktveranstaltung.

Ostermarsch – Der Klassiker der Friedensbewegung

Aus dem Archiv der VVN-BdA Gelsenkirchen: Ostermarsch-Aufruf im Wandel der Zeit. Gelsenkirchener Beispiele aus den beiden Hochzeiten der Ostermärsche 1967 und 1983.

Der Ursprung der Ostermarsch-Idee liegt in Großbritannien. Britische Atomwaffengegner organisierten 1958 einen Marsch von London zum britischen Atomforschungszentrum Aldermaston, um gegen die nukleare Aufrüstung zu protestieren. In der alten Bundesrepublik wurde diese Protestform ab 1960 übernommen, zunächst um gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr durch sogenannte „taktische Atomwaffen“ zu demonstrieren. Waffen, die der damalige christdemokratische Bundeskanzler Adenauer als Fortentwicklung der Artillerie verharmloste. Bis in die Gegenwart haben sich die Ostermärsche als wichtige Protestform der Friedensbewegung erhalten.

Aus der Ostermarschbewegung wurde im Verlauf der 1960er Jahre eine Massenbewegung und als Kampagne für Demokratie und Abrüstung wurde sie ein Teil der Außerparlamentarischen Opposition gegen die Notstandsgesetzgebung der damaligen großen Koalition. Von etwa 1.000 Ostermarschierern 1960 stieg ihre Zahl in der alten Bundesrepublik auf über 300.000 im Jahre 1968. Die Entspannungspolitik in den 1970er Jahren führten zu einem Abflauen des Interesses an den Ostermärschen, die mit nur noch kleinen Teilnehmerzahlen weitergeführt wurden.

Einen neuen Höhepunkt erreichten die Ostermärsche erst wieder mit dem Aufschwung der Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre. Aufgrund des NATO-Doppelbeschlusses, der ab 1984 zu einer tatsächlichen Stationierung neuer Atomraketen führte, fühlten sich mehr Bundesbürger als je zuvor von der atomaren Hochrüstung der beiden damaligen Supermächte USA und UdSSR bedroht und gingen auf die Straße. In der Friedensbewegung wurden vielfältige Aktionsformen entwickelt, zu denen gewaltfreie Sitzblockaden, Menschenketten und Rüstungssteuerverweigerungen zählten.

3 Tage für den Frieden

Der Ostermarsch Ruhr war in den frühen 1980er Jahren eine Demonstration von Tausenden von Teilnehmern, die von Ostersamstag bis Ostermontag von Duisburg nach Dortmund zogen. Groß, mächtig und bunt glich er an einigen Stellen schon fast einem Karnevalsumzug – was die Farbe und Fröhlichkeit der Teilnehmer betraf. In Transparenten, Wagen, Sprechchören und Flugblättern spiegelte er die Vielseitigkeit der damaligen Friedensbewegung wieder. Klassiker in Gelsenkirchen war die Kundgebung auf dem Rotthauser Markt, sowie in (Bochum-) Wattenscheid der Zwischenstopp auf dem Gertrudisplatz, bevor es weiter bis Bochum ging.

Schien mit dem Ende der Blockkonfrontation zwischen der Sowjetunion und den USA zunächst eine friedliche Zukunft möglich geworden, so zeigt die tatsächliche Politik jenseits aller Versprechungen, dass dem nicht so ist. Seit dem Ende der Sowjetunion ist die Welt unsicherer geworden und haben Krieg und Zerstörung weltweit zugenommen. Und 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges scheint mit der Infragestellung des 1987 geschlossenen INF-Vertrages zur Rüstungsbegrenzung durch Trumps USA ein großer Krieg in Europa wieder möglich zu werden. Ein erneutes atomares Wettrüsten erhöht die Gefahr einer Eskalation bis hin zum nuklearen Inferno. Auch darum setzt die Friedensbewegung die Ostermärsche im 59. Jahr fort.

Mehr zur Geschichte der Ostermarschbewegung hier.

Infostand zum Ostermarsch 2019

Werbung für den Ostermarsch 2019 neben dem Imfostand.

Auch ein jährlich wiederkehrender Termin kann seine Überraschungen bieten. Seit einigen Jahren führen wir vor dem Ostermarsch Rhein Ruhr einen Infostand in der Gelsenkirchener City durch, so auch in diesem Jahr.

Nachdem wir aufgrund anderer Veranstaltungen, wie in diesem Jahr der Garten- und Blumenmarkt, unseren Infostand nicht mehr auf dem Neumarkt aufbauen konnten, waren wir in den vergangenen Jahren zum Heinrich-König-Platz gewechselt, wo wir uns vor der evangelischen Altstadtkirche präsentierten. In diesem Jahr nutzten wir das Ende der Fußgängerzone in der Hauptstraße, an der Ecke zur Gildenstraße und in Sichtweite zum Margarete-Zingler-Platz, um unsere Informationen über den Ostermarsch Rhein Ruhr 2019 zu verteilen.

Anders als in den letzten Jahren waren zwei der Hauptorganisatoren dieses Mal nicht dabei, doch umso erfreulicher war der Umstand, dass wir mit insgesamt 10 aktiven Leuten nicht nur Informationen über den Ostermarsch verteilen und Gespräche führen konnten, sondern auch noch Unterschriften für die Kampagne „Abrüsten statt Aufrüsten“ sammeln konnten. So viel Solidarität hatten wir nicht erwartet und uns umso mehr darüber gefreut.

Infomaterial zum Ostermarsch 2019 auf unserem Infotisch.

Die Gesprächsatmosphäre war sehr entspannt und es ist immer wieder erstaunlich, welche Bekannten man bei der Gelegenheit wiedertrifft. Bald hatten wir unser Material verteilt und räumten wieder alles zusammen. Im Anschluss besuchten wir noch das Altstadtcafé und unterhielten uns noch lange bei Kaffee und Kuchen über Gott und die Welt. Wie wir feststellten, etwas, das wir viel zu selten unternehmen.

Ostermarsch in Gelsenkirchen – bei jedem Wetter

Der Ostermarsch kommt bei jedem Wetter: hier 2018 bei Regen …

Kurz vor den Europawahlen setzt die Friedensbewegung Akzente für Frieden und Abrüstung. Der Ostermarsch lädt alle Menschen an Rhein und Ruhr ein, vom 20. bis 22. April 2019 für den Frieden zu demonstrieren. Wir wollen Abrüstung statt Aufrüstung, das Verbot der Atomwaffen und ein Europa des Friedens! In Gelsenkirchen kommt der Ostermarsch am Ostersonntag an – wie in jedem Jahr bei jedem Wetter!

Wie in jedem Jahr empfängt das Friedensforum Gelsenkirchen auch an diesem Ostersonntag, dem 21. April 2019, den Ostermarsch Rhein Ruhr. Im Stadtgarten Gelsenkirchen wird der aus Essen kommende Ostermarsch-Fahrradkorso ab 11 Uhr am Musikpavillon mit Infos, Kaffee und Kuchen begrüßt. Um 11.40 Uhr spricht am geschmückten antifaschistischen Mahnmal der Bergmann und Theologe Gottfried Clever vom Friedensforum Gelsenkirchen zum Thema „Frieden durch massive Aufrüstung?“ Dazu spielt der Gelsenkirchener Musiker Norbert Labatzki.

Wir sind überzeugt: Militär löst keine Probleme, eine andere Politik muss her. Darum rufen wir wie in jedem Jahr dazu auf, über Ostern gemeinsam gegen Aufrüstung und Kriegspolitik, für Abrüstung, Entspannung, eine europäische Friedensordnung und zivile Konfliktlösungen zu demonstrieren! Seid dabei!

… und hier der Fahrradkorso 2014 bei Sonnenschein.

Bereits an diesem Samstag, dem 6. April 2019, wird das Friedensforum Gelsenkirchen mit einem Infostand auf der Hauptstraße, Nähe Margarete-Zingler-Platz, über den Ostermarsch informieren – auch wie in jedem Jahr :-).

Abrüsten statt Aufrüsten! – Ostermarsch 2018 im Stadtgarten

Auf der Bühne im Stadtgarten vor dem Empfang des Ostermarsches: Norbert Labatzki, Karmelita Gaertig, Leo Kowald.

Der traditionsreiche Empfang des Ostermarsch Rhein Ruhr fand auch 2018 wieder im Stadtgarten Gelsenkirchen statt. Redner in diesem Jahr war Dr. Michael Stiels-Glenn von den Friedensfreunden Dülmen, die Musik dazu spielte Norbert Labatzki, teilweise unterstützt von Leo Kowald.

Der Ostermarsch Rhein Ruhr geht wie in jedem Jahr an drei Tagen für Frieden und Abrüstung von Duisburg nach Dortmund. Der Ostersonntag ist der zweite Tag, an dem die Fahrradetappe von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid nach Bochum stattfindet. Gelsenkirchen ist dabei ein kleiner Zwischenstopp für die Radfahrer, der eine kleine Pause, Gespräche sowie Kaffee und Kuchen bietet. Zahlreiche Gelsenkirchener waren da um den aus Essen kommenden Fahrradkorso zu begrüßen. Wie in jedem Jahr gab es die Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Gesichter kennen zu lernen.

Blick von der Bühne auf die Gelsenkirchener, bevor der Ostermarsch aus Essen eintraf.

Das Wetter war wie erwartet sehr regnerisch, daher hatte das Friedensforum Gelsenkirchen schon das dritte Mal in Folge den Kaffee- und Kuchenverkauf auf die überdachte Bühne verlagert. Neben den Informationen des Friedensforums gab es wieder Infostände der verschiedenen Parteien (Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, MLPD und DKP) sowie der VVN-BdA. Letztere „schlüpfte“ aufgrund des Regenwetters unter das Zeltdach der Die Linke und wurde dort freundlich aufgenommen. Während die meisten Parteien Flugblätter auslegten und austeilten, verteilten Bündnis 90/Die Grünen passenderweise grüngefärbte Ostereier.

Der Ostermarsch auf dem Weg zum Mahnmal für die Opfer des Faschismus.

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus sprach in diesem Jahr Dr. Michael Stiels-Glenn von den Friedensfreunden Dülmen. Er erinnerte in seiner Rede zunächst an die Antifaschistinnen und Antifaschisten, denen das Mahnmal gewidmet ist, um dann darauf hinzuweisen, dass die Friedensbewegung Träger des Friedensnobelpreises ist. Am 10. Dezember 2017 wurde der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen – ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) der Friedensnobelpreis verliehen. Er kritisierte die Pläne von Trump, die dazu führen können, dass ein Atomkrieg möglich wird und die unterschiedliche Sichtweise auf die USA und Russland, erinnerte an die Abrüstungspolitik der 1970er Jahre und berichtete von der konkreten Situation vor Ort in Dülmen.

Am Mahnmal spricht Dr. Michael Stiels-Glenn von den Friedensfreunden Dülmen.

Für die musikalische Untermalung sorgte vor und nach der Rede der Gelsenkirchener Klezmer-Musiker Norbert Labatzki, teilweise unterstützt von Leo Kowald. Norbert Labatzki ist in Gelsenkirchen insbesondere für die Spendengala „Straßenfeuer“ bekannt, einer Großveranstaltung mit Musikern, Comedians und Künstlern. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Aktion „Warm durch die Nacht’ und dem Arzt Mobil zugute.

Gute Musik von Norbert Labatzki, hier mit Leo Kowald.