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Freunde gehen vor!

Nachdem der herbstliche Abgesang 2017 ausfallen musste, spielten die „Üblichen Verdächtigen“ Leo Kowald, Karmelita Gaertig und Dennis Seigerschmidt am gestrigen 7. April 2018 im LaLoK libre in Gelsenkirchen-Schalke.

Ihr Programm bestand wieder aus „Chansons wider die heraufziehende Kälte nicht allein von Georges Brassens“. Brassens ist ein in Deutschland weitgehend unbekannter Chansonnier aus Frankreich, dessen Musik und Texte Leo Kowald ins Deutsche überträgt und interpretiert. Es war ein stimmungsvoller Abend, den ich bei zwei Gläsern Rotwein an diesem milden Abend sehr genossen habe.

Nun bin ich kein Musikkritiker und werde das auch nicht mehr werden. Dennoch: bemerkenswert und in Erinnerung geblieben sind mir „Zuhause im Klapheckenhof“ (hören), eine Parodie auf „La mauvaise réputation“ von Brassens und „Lampedusa oder Wir retten die Welt!“ (hören) Und erneut trug Leo das bereits am Nachmittag auf der Demonstration gegen „Die Rechte“ vorgetragene Gedicht „Wölfische Zeiten“ (hören) vor.

Einen Eindruck von der Atmosphäre des Abends vermittelt dieses Youtube-Video aus dem Jahre 2011.

Der nächste Auftritt, „Zieht euch warm an“ Leos 12. herbstlicher Gelsenkirchener Abgesang, wird am Freitag, 7.12.2018, 20.00 Uhr in der Bleckkirche Gelsenkirchen stattfinden. Hingehen!

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Absängerei & Brassenserie – Leo Kowald und die „Üblichen Verdächtigen“ bald wieder in Gelsenkirchen

10. herbstlicher Gelsenkirchener Abgesang 2015Leo Kowald und die „Üblichen Verdächtigen“, das sind Karmelita Gaertig und Dennis Seigerschmidt, „präsentieren Lieder, Songs und Chansons wider die heraufziehende Kälte aus Leos eigener Feder oder von Kurt Tucholsky und Theodor Fontane (…) sowie von Georges Brassens (…), von Bertolt Brecht und Anderen, ganz Unzeit-gemäß auf ein aufgeschlossenes und belastbares Publikum vertrauend, schnulz- und schwulstfrei handgespielt und (fast immer) auf deutsch mundgesungen zum Abhängen, Genießen, Begreifen und Mitdenken. Dabei wird kein Blatt vor den Mund genommen und weder die doppeldeutige Anspielung noch die frivole Grenzverletzung gescheut, nicht die lyrische Unschärfe noch die unverblümte Ansage mit gestrecktem Zeigefinger, der auch mal aufs Publikum zeigt.“

Auch in diesem Jahr laden die drei die lieben Freundinnen und Freunde des herbstlichen Gelsenkirchener Abgesangs ein. Themen für den inzwischen zehnten Abgesang gibt es genug. „Griechenland, Flüchtlingsdramen, Neonazis, Streikverbote, Atomwaffen, Big Brother im Smartphone, und, und, und! … Das NEIN (OXI) der Griechen hatte uns Mut gemacht in diesem Jahr, aber NEIN zu sagen ist schwer und danach zu handeln, noch schwerer. Umso wichtiger ist heute unsere Solidarität und dass wir uns unsere Restwärme erhalten in den immer kälter werdenden Zeiten! Aber das Jahr ist noch lange nicht zu Ende und wer weiß, was noch alles passiert.“

Der 10. herbstliche Gelsenkirchener Abgesang wird am Freitag, 18. Dezember 2015, um 20.15 Uhr, wieder im im LaLoK libre in der Dresdener Straße 87/Ecke Grillostraße in 45881 Gelsenkirchen-Schalke stattfinden. Der Eintritt beträgt 5 Euro, für Erwerbslose 2 Euro. Und einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier zu hören. Hingehen!

Solidarität statt Rassismus

Antirassismus-Demo Schalke 15.02.2014 01Aus Anlass des fremdenfeindlichen Überfalls am Schalker Markt 6 am Abend des 9. Februar organisierte Andreas Jordan eine Antirassismuskundgebung am heutigen Samstag, 15. Februar 2014 an der Ecke Gewerkenstraße/Schalker Markt/Schalker Straße. Schätzungsweise 80 bis 100 Personen waren gekommen, schwenkten die Fahnen und zeigten die Transparente ihrer Organisationen, darunter die IG Metall, Die Linke, die DKP, AUF/MLPD, die VVN-BdA und last but not least die Schalker Fan-Initiative.

Antirassismus-Demo Schalke 15.02.2014 02Die Redner, neben Andreas Jordan sprach unter anderem auch Hartmut Hering von der örtlichen Linkspartei, betonten die Herkunft der Menschen des Stadtteil Schalkes aus Zuwanderung, aus Menschen, die sich hier ein besseres Leben aufbauen wollten, und sprachen den Rassisten ab, Schalker zu sein. Heike Jordan berichtete vom Besuch bei der drangsalierten, rumänischen Familie. Im Raum blieb die von Hartmut Hering gestellte Frage, warum die Polizei den fremdenfeindlichen Hintergrund nicht erkennen will, zumindest ein Anfangsverdacht sollte gerade nach den Erfahrungen mit dem NSU gegeben sein.

Antirassismus-Demo Schalke 15.02.2014 03Die Vorgänge wie auch die Demonstration fanden mediales Interesse, so berichtete die WAZ und kommentierte Inge Ansahl in „Am Ende der Woche“; auch der WDR war zur Demo erschienen. Mit Abwesenheit glänzte dagegen die Stadtspitze und die lokale Polit-Prominenz der etablierten Parteien. Wen wundert es?

Supplement

Der Vorfall und die Demonstration fanden auch ein überegionales Echo. So berichtete neben der örtlichen WAZ auch die Lokalzeit Ruhr. Fotos und Diskussion finden sich auch in den Gelsenkirchener Geschichten.