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Gunter Demnig verlegt zum neunten Mal Stolpersteine in Gelsenkirchen

Ein Blick in den Wagen von Gunter Demnig mit den für die Verlegungen vorbereiteten Stolpersteine. Im Vordergrund der Stein für Rosalia Elise Galliner.

Ein Blick in den Wagen von Gunter Demnig mit den für die Verlegungen vorbereiteten Stolpersteine. Im Vordergrund der Stein für Rosalia Elise Galliner.

Bereits zum neunten Mal seit 2009 kam der Aktionskünstler Gunter Demnig auf Einladung von Gelsenzentrum e.V. nach Gelsenkirchen. Den 139 bereits verlegten Stolpersteinen fügte er heute am 6. Oktober 2016 weitere 22 hinzu. Das größte, dezentrale Denkmal der Welt des Kölner Aktionskünstlers und Bildhauers wächst weiter. Weit über 50.000 Stolpersteine hat er in Deutschland und 18 weiteren europäischen Länder seit 1992 zur Erinnerung an die von Nazis verfolgten und ermordeten Menschen verlegt.

Die Stolpersteine erinnern symbolisch am letzten frei gewählten Wohnort an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von den Nazis verfolgt, entrechtet, vertrieben, deportiert oder ermordet worden sind. Sie erinnern ohne Unterschied an Juden, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Behinderte. Man “stolpert” nicht im wörtlichen Sinn über die in das Straßenpflaster eingelassenen Gedenksteine. Wer auf sie beim Gehen aufmerksam wird, muss anhalten und sich vor dem Stein verbeugen, um Namen, Lebensdaten und Verfolgungsgrund zu lesen.

Die Verlegungen des heutigen Tages (Übersicht im Gelsenblog und Ankündigung in der Buerschen WAZ) begannen mit einer deutlichen Verspätung, da Demnig auf seinem Weg von Köln nach Gelsenkirchen in einen Stau geraten war. Doch während wir mit mehreren Interessierten am Verlegort in der Markenstraße mehr als eine halbe Stunde auf den Künstler warten mussten, hatten wir Zeit, uns die Erinnerungen einer Zeitzeugin an die Geschehnisse der Vergangenheit anzuhören. Die Verlegung selbst nahm Demnig nach seinem Eintreffen routiniert vor, während die jeweiligen Stolperstein-Paten aus der Lebensgeschichte der betroffenen Personen berichteten.

Gunter Demnig vor dem Haupteingang des Grillo-Gymnasiums in der Hauptstraße 60.

Gunter Demnig vor dem Haupteingang des Grillo-Gymnasiums in der Hauptstraße 60.

Das größte und zugleich jüngste Publikum hatte der Bildhauer vor dem Grillo-Gymnasium. Hier setzte er umringt von zahlreichen Schülerinnen und Schülern die ersten sechs Stolpersteine für jüdische Schüler, die das damalige Städtische Realgymnasium für Jungen verlassen mussten, in das Straßenpflaster ein. Die Stolpersteine, die an Albert Gompertz, Günter Schönenberg, Hermann Cohn, Ernst Back, Horst Karl Elias und Erich Lilienthal erinnerten, wurden ihnen mit den Worten „Hier lernten“ gewidmet.

Großer Andrang von Schülerinnen und Schüler herrschte zur Stolpersteinverlegung vor dem Grillo-Gymnasium.

Großer Andrang von Schülerinnen und Schüler herrschte zur Stolpersteinverlegung vor dem Grillo-Gymnasium.

Auch an zwei Menschen, die aufgrund ihrer politischen Überzeugung ermordet worden waren, wurde an diesem Tag mit je einem Stolperstein erinnert. In der Liebfrauenstraße 38 wurde an Rudolf Littek, in der Schlangenwallstraße 9 an Johann Eichenauer erinnert. Beide kommunistischen Widerstandskämpfer wurden im Zuge der Zerschlagung der Zielasko-Gruppe verhaftet. Sie wurden vor Gericht zwar „freigesprochen“, aber im faschistischen Staat nicht freigelassen. Beide Männer starben auf den „schwimmenden KZs“ in der Lübecker Bucht.

Eine besondere Bedeutung hat für mich die Verlegung eines Stolpersteins für Rosalia Elise Galliner, geborene Stern, in der Munckelstraße 5 gegenüber dem Hans-Sachs-Haus. Die Ehefrau des jüdischen Rabbiners Dr. Galliner starb am späten Abend des 20. Dezember 1938 an den Folgen ihrer Erkrankung. Aufgrund der „Rassengesetze“ der Nazis durften überhaupt nur noch wenige jüdische Ärzte ausschließlich jüdische Kranke behandeln. Die an Krebs erkrankte Rosalia Galliner wurde daher nicht in einem Gelsenkirchener Krankenhaus, sondern im Jüdischen Krankhaus in Köln-Ehrenfeld aufgenommen. Dort verstarb sie, sicherlich auch an den Folgen der unmenschlichen Politik der Nazis. Ausgrenzung und Verfolgung hat sie am eigenen Leib verspürt.

Die Patenschaft des Stolpersteins für Johann Eichenauer hatte die Gelsenkirchener VVN-BdA übernommen.

Die Patenschaft des Stolpersteins für Johann Eichenauer hatte die Gelsenkirchener VVN-BdA übernommen.

So unterschiedlich die Menschen waren, zu deren Gedenken heute 22 Stolpersteine verlegt worden sind, haben sie doch eines gemeinsam: Sie alle waren Menschen, denen eine verbrecherische Politik das Recht auf ein Leben in Würde, ja ein Leben überhaupt abgesprochen hat. Wehren wir uns, dass es nicht wieder geschieht.

Supplement
Die lokale WAZ berichtete ausführlich unter dem Titel „Ein Name, ein Mensch, ein Leben in Gelsenkirchen“ über die Stolpersteinverlegung und legte einen weiteren Fokus auf den Stolperstein für Josef Wesener, einen wegen Homosexualität verfolgten Mann. Ein weiterer Bericht folgte auf der Internetseite der Arbeitsgruppe Stolpersteine.

… wo sie gewohnt, gelebt, geglaubt, getanzt, geträumt, gelacht und geweint haben …

Gunter Demnig am 14.08.2015 in Gelsenkirchen

Gunter Demnig am 14.08.2015 in Gelsenkirchen

Das größte dezentrale Denkmal der Welt des Kölner Aktionskünstlers und Bildhauers Gunter Demnig wächst. Weit über 50 000 Stolpersteine hat er in Deutschland und 18 weiteren europäischen Länder in den letzten Jahren zur Erinnerung an die von Nazis verfolgten und ermordeten Menschen verlegt, 20 sind heute in Gelsenkirchen dazugekommen. Jeder einzelne Stolperstein erinnert an ein Leben am letzten frei gewählten Wohn- oder Wirkungsort, „wo sie gewohnt, gelebt, geglaubt, getanzt, geträumt, gelacht und geweint haben“.

Eine ganze Seite widmete die lokale WAZ heute dem Thema. Ausführlich wurde über die Menschen berichtet, für die am heutigen Tag ein Stolperstein verlegt wurde. Allerdings konzentrierte sich die WAZ auf die verfolgten und ermordeten Juden, selbst den Namen des wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgten Ernst Papies sparte Karoline Poll aus und wies nur am Rande auf Straße und Uhrzeit hin. Doch das größte dezentrale Denkmal der Welt ist ein Denkmal, das keine Verfolgtengruppe der Nazis ausspart, sondern gleichermaßen an Juden, politisch Verfolgte, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Behinderte und auch an Homosexuelle erinnert.

Eine ganze Seite widmete die WAZ Gelsenkirchen dem Thema

Eine ganze Seite widmete die WAZ Gelsenkirchen dem Thema

Die Kunstaktion begann heute um 10 Uhr auf der Cranger Straße 398 in Gelsenkirchen-Erle mit der Verlegung eines Stolpersteins für Ernst Papies, den die Nazis wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgten und ins KZ sperrten. Er überlebte, aber nur um im Nachkriegsdeutschland erneut aus demselben Grund und mit dem gleichen Nazi-Paragrafen 175 verfolgt zu werden. Entschädigt wurde er nie.

Danach setzte der Künstler die Verlegung in Alt-Gelsenkirchen fort. Es folgten Stolpersteine für die Familie Jeckel im Pflaster der Hauptstraße 63, unweit des Consiliums. Sie waren von der sogenannten „Polenaktion“ betroffen gewesen, einer Ausweisungsaktion gegen polnische Juden, die einen lange vergessenen ersten Höhepunkt der Verfolgung kurz vor der Reichspogromnacht bildet. Über die sogenannte „Polenaktion“ berichtete ich bereits früher in diesem Blog am Beispiel der Familie Krämer Nach Polen abgemeldet.

Stolpersteine für die Familie Jeckel im Pflaster der Hauptstraße 63

Stolpersteine für die Familie Jeckel im Pflaster der Hauptstraße 63

Weiter ging es durch die Gelsenkirchener Innenstadt zur Ringstraße 67, in die Nähe des früheren Marienhospitals an der Kirchstraße. Hier wurden unter lautem Straßenlärm Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Alexander verlegt. Natürlich erweckten die Verlegungen Neugier, bei vorbeilaufenden Passanten, aber auch bei Bewohnern des jeweiligen Hauses. Auch die an der Ampel wartenden Autofahrer schauten, neugierig, aber auch fragend zu uns.

Gut besucht war die Verlegung des Stolpersteins für den Rabbiner Dr. Siegfried Galliner am Platz der Alten Synagoge/Georgstraße 2

Gut besucht war die Verlegung des Stolpersteins für den Rabbiner Dr. Siegfried Galliner am Platz der Alten Synagoge/Georgstraße 2 – rechts oben im Bild die ebenfalls angebrachte Erinnerungsortetafel

Die Verlegungen wurden von Heike Jordan begleitet, die jeweils über das Leben und die Verfolgung berichtete. Das Kaddish wurde jeweils von einem freien Kantor gesungen. Gut besucht war die Verlegung des Stolpersteins für den Rabbiner Dr. Siegfried Galliner um 11 Uhr an der Georgstraße 2 an der Synagoge bzw. am Platz der Alten Synagoge. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Frau Judith Neuwald-Tasbach, war erwartungsgemäß nicht unter den Anwesenden; ihre Kritik an den Stolpersteinen dürfte bekannt sein. Kurz zuvor war eine städtische Erinnerungsortetafel für Dr. Siegfried Galliner an der Synagoge angebracht worden. Damit koexistieren an dieser Stelle beide Erinnerungsformen – sicherlich keine schlechte Lösung in dieser Frage.

Am früheren WEKA-Kaufhaus wurden die von Vertretern und Kreisverband der Die Linke gestifteten Stolpersteine für die Familie von Werner Goldschmidt in das Pflaster vor der Augustastraße 4 eingelassen. Hier zeigte sich die Routine Gunter Demnigs, der gut zu tun hatte, die vorhandenen Pflastersteine zu lösen, um die Stolpersteine einzulassen. Auf das „widerständige Pflaster“ ging Andreas Jordan in seinen Ausführungen ein, als er auf den Widerstandskämpfer Werner Goldschmidt zu sprechen kam. Hubertus Zdebel (Die Linke MdB) wies darauf hin, dass das Linke-Parteibüro nach Werner Goldschmidt benannt ist (Werner-Goldschmidt-Salon) und Die Linke mit dieser Stolperstein-Patenschaft allen Opfern und Widerstandskämpfern der Nazi-Diktatur gedenken will.

Viel Arbeit hatte Gunter Demnig hier mit dem Lösen des widerständigen Pflasters vor der Augustastraße 4 für die Stolpersteine der Familie Goldschmidt

Viel Arbeit hatte Gunter Demnig hier mit dem Lösen des widerständigen Pflasters vor der Augustastraße 4 für die Stolpersteine der Familie Goldschmidt

Werner Goldschmidt hatte sich bereits in den 1930er Jahren von seiner Religion losgesagt und 1933 einer linken Widerstandsgruppe gegen die Nazis angeschlossen. Er wurde verhaftet und zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, überlebte das Ghetto Riga und das Konzentrationslager Buchenwald und kehrte zunächst in das zerstörte Gelsenkirchen zurück. Hier heiratete er eine überlebende Jüdin und emigrierte in die USA.

Stolpersteine für die Familie Goldschmidt in der Augustastraße 4

Stolpersteine für die Familie Goldschmidt in der Augustastraße 4

Es folgten Stolpersteine für die Familie Broch im Pflaster der Von-der-Recke-Straße 11. Der Möbelhändler Broch war von der sogenannten „Arisierung“ betroffen, das Möbelhaus an der Bahnhofstraße übernahm der Möbelhändler Albert Heiland, der damit seine Konkurrenz ausschaltete. Die Patenschaft für die Stolpersteine, die an das Ehepaar Hugo und Theresa Broch erinnern, hat eine Enkelin Heilands, Margarete Reißig übernommen.

Die Verlegung für die Familie Höchster in der Feldmarkstraße 119 habe ich, wie auch die Verlegung für Ernst Papies in der Cranger Straße 398, nicht selbst begleitet und kann daher darüber nicht berichten. Mehr und ausführlich wie immer auf http://www.stolpersteine-gelsenkirchen.de/.

Supplement

Die WAZ trennt Gelsenkirchen haarscharf entlang des Kanals. In der Lokalausgabe von Gelsenkirchen-Buer erschien ein Artikel von Wolfgang Laufs über die Verlegung des Stolpersteins zur Erinnerung an den wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgten Ernst Papies. Im Stadtspiegel Gelsenkirchen gab es einen reich bebilderten Beitrag von Sven Kaiser zur Stolpersteinverlegung mit 71 Fotos!!! Auch die Ratsfraktion der Gelsenkirchener Linkspartei ließ die Stolpersteinverlegung Revue passieren, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in Bezug auf die von ihnen gestifteten Stolpersteine für die Familie Goldschmidt.
In der Jungle World war bereits am 6. August 2015 ein Artikel erschienen, der den Beitrag der Stolpersteine für die lokale Erinnerungsarbeit hervorhob, allerdings – wie so oft – den Fehler machte, von „Shoah“ zu sprechen, und damit zu verdrängen, dass die Stolpersteine ein Denkmal für alle Verfolgten und Widerstandskämpfer sind. Davon abgesehen handelt es sich um einen sehr ausgewogenen Beitrag zur Diskussion, in dessen Zusammenhang ich auf einen früheren Beitrag von mir hinweisen möchte.
Und die Süddeutsche Zeitung bringt einen bemerkenswert persönlichen Beitrag von Sergey Lagodinsky, einem russisch-jüdischen Einwanderer, der in Berlin über Stolpersteine „stolpert“ und sich auf die Suche nach den Lebensgeschichten macht. In diesem Zusammenhang fiel mir auf, dass derselbe Autor schon den Artikel in der Jungle World geschrieben hatte.

Neue Stolpersteine werden verlegt – aber noch immer kein Rosa-Böhmer-Platz in Sicht

Stolpersteinverlegung am 1. August 2011 auf der Bismarckstraße 152 in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Frank Baranowski. Hier verlegte Gunter Demnig insgesamt 8 Stolpersteine, begleitet von dem Gelsenkirchener Jazz- und Klezmer-Musiker Norbert Labatzki.

Stolpersteinverlegung am 1. August 2011 auf der Bismarckstraße 152 in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Frank Baranowski. Hier verlegte Gunter Demnig insgesamt 8 Stolpersteine, begleitet von dem Gelsenkirchener Jazz- und Klezmer-Musiker Norbert Labatzki.

Zum achten Mal seit 2009 kommt der Aktionskünstler Gunter Demnig auf Einladung von Gelsenzentrum e.V. nach Gelsenkirchen. Die 119 bereits verlegten Stolpersteine wird er am 14. August 2015 um weitere 20 ergänzen. Das Institut für Stadtgeschichte hat dagegen in den letzten zwei Jahren keinen würdigen Ort für einen Rosa-Böhmer-Platz gefunden.

Die Stolpersteine, die der Kölner Bildhauer Gunter Demnig seit 1992 europaweit verlegt, erinnern symbolisch am letzten frei gewählten Wohnort an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von den Nazis verfolgt, entrechtet, vertrieben, deportiert oder ermordet worden sind. Das größte und dezentrale Denkmal in Europa erinnert ohne Unterschied an Juden, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Behinderte. Man “stolpert” nicht im wörtlichen Sinn über die in das Straßenpflaster eingelassenen Gedenksteine. Wer auf sie beim Gehen aufmerksam wird, muss anhalten und sich vor dem Stein verbeugen, um Namen, Lebensdaten und Verfolgungsgrund zu lesen.

Nach der derzeitigen Planung beginnt die Kunstaktion um 10 Uhr in Erle und wird dann an sechs weiteren Orten in Gelsenkirchen fortgesetzt.
10.00 Uhr Cranger Str. 398 – Stolperstein für Ernst Papies
10.20 Uhr Hauptstr. 63 – Stolpersteine für Familie Jeckel
10.40 Uhr Ringstr. 67 – Stolpersteine für Familie Alexander
11.00 Uhr Platz der Alten Synagoge/Georgstr. 2 – Stolperstein für Rabbiner Dr. Siegfried Galliner
11.20 Uhr Augustastr. 4 – Stolpersteine für Familie Goldschmidt
11.40 Uhr Von-Der-Recke-Str. 11 – Stolpersteine für Familie Broch
12.00 Uhr Feldmarkstr. 119 – Stolpersteine für Familie Höchster

Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich wie immer um ungefähre Zeitangaben, die sich um etwa 15 Minuten verschieben können. Weitere Informtionen zu den mit einem Stolperstein erinnerten Personen finden sich auf der Seite des Arbeitskreises Stolpersteine.

So könnte zum Beispiel die Gedenktafel zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Gelsenkirchens auf einem innerstädtischen Rosa-Böhmer-Platz aussehen.

So könnte zum Beispiel die Gedenktafel zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Gelsenkirchens auf einem innerstädtischen Rosa-Böhmer-Platz aussehen.

Bald Rosa-Böhmer-Platz in Gelsenkirchen?

Leser dieses Blogs werden sich an den von Gelsenzentrum e.V. beantragten Rosa-Böhmer-Platz in der Innenstadt erinnern, der sich mit der Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma Gelsenkirchens in die Landschaft der bereits vorhandenen vier innerstädtischen Plätze, die an Widerstand und Verfolgung der Sozialdemokraten (Margarethe-Zingler-Platz), Kommunisten (Fritz-Rahkob-Platz), Katholiken (Heinrich-König-Platz) und Juden (Leopold-Neuwald-Platz), einfügen würde. Bei Rosa Böhmer handelt es sich um ein neunjähriges Sinti-Mädchen aus Gelsenkirchen, das von der Familie getrennt zu Pflegeeltern nach Paderborn verbracht wurde, dort aus der Schule heraus ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet worden ist.

Der von Andreas Jordan ins Gespräch gebrachte Platz hinter dem Bildungszentrum (über den auch die Kinder- und Jugendbücherei erreichbar ist) wurde jedoch durch die Bezirksvertretung Mitte abgelehnt. Seit August 2013 hat der Leiter des Instuts für Stadtgeschichte (ISG), Stefan Goch, den sicher nicht einfachen Auftrag, einen würdigen Platz zu finden. In einer E-Mail vom 18. Juni 2015 an Andreas Jordan teilt dieser mit, dass die Benennung nach Rosa Böhmer weiter verfolgt werde, sich allerdings bisher noch keine „geeignete Örtlichkeit“ gefunden habe.

2013 vorgeschlagener Rosa-Böhmer-Platz, im Bild die Rückseite des Bildungszentrums mit der Kinder- und Jugendbücherei im Erdgeschoss.

2013 vorgeschlagener Rosa-Böhmer-Platz, im Bild die Rückseite des Bildungszentrums mit der Kinder- und Jugendbücherei im Erdgeschoss.

Nach dem rechten Übergriff! Wie weiter gegen Rechts in Gelsenkirchen?

Die neuerlichen Hakenkreuz-Schmierereien an Hausfront und Eingangstür der Jordans haben – auch über Gelsenkirchen hinaus – viel Staub aufgewirbelt. Doch was wird sich ändern, wenn der Staub sich wieder gelegt hat? Ich vermute mal: nichts!

Berichte und Papier-Solidaritätsbekundungen gab es als wohlfeile Dutzendware. Die örtliche WAZ, die Aktuelle Stunde des WDR und das Regionalfenster NRW von SAT 1 berichteten über den Vorfall und machten ihn überregional bekannt. Die Bezirksvertretungen Nord und West haben einstimmig eine Resolution verabschiedet, auch Die Linke hat sich am 3. Juni empört gezeigt, solidarisch erklärt und wünscht „…, dass es gelingen wird, die Täter zu überführen und zur Rechenschaft zu ziehen.“ Das Bündnis gegen Krieg und Faschismus hat sich nicht nur auf dem Papier solidarisch erklärt, sondern in beiden Fällen die Hakenkreuz-Schmierereien übermalt; zu den aktiven Malern gehörten übrigens beide Male der Fraktionsvorsitzende der Linken und der Vorsitzende der DKP Gelsenkirchen.

Beseitigung der Hakenkreuz-Schmierereien am 25. April 2015 durch das "Bündnis gegen Krieg und Faschismus"

Beseitigung der Hakenkreuz-Schmierereien am 25. April 2015 durch das „Bündnis gegen Krieg und Faschismus“

Möglicherweise habe ich die eine oder andere Solidaritätsbekundung übersehen. Nicht gefunden habe ich dagegen trotz aktiver Suche irgendeine Reaktion der „Demokratischen Initiative“. In der DI, in Langform „Demokratische Initiative gegen Diskriminierung und Gewalt, für Menschenrechte und Demokratie – Gelsenkirchen“, haben sich, so erfährt man, wenn man auf der Seite der Stadt Gelsenkirchen intensiv sucht, 1992 „demokratische Parteien, Kirchen, karitative Einrichtungen, Gewerkschaften und weitere Gruppen zusammengeschlossen, um für ein demokratisches Miteinander in unserer Stadt einzutreten“. Insgesamt 23 Organisationen haben sich hier unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Frank Baranowski zusammengefunden. Zuletzt hatte die DI zur Teilnahme an der Veranstaltung der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde am 1. Mai 2015 gegen den Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ auf dem Rotthauser Ernst-Käsemann-Platz aufgerufen.

„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“

Kenner der örtlichen Verhältnisse wissen natürlich um Auseinandersetzungen vor Ort. So hat sich z.B. die Stadt Gelsenkirchen für ein Erinnerungskonzept namens „Erinnerungsorte“ ausgesprochen, vorgeblich unterstützt durch bürgerschaftiches Engagement der „Demokratischen Initiative“, organisiert und durchgeführt durch das städtische Institut für Stadtgeschichte (ISG) und präsentiert in Form von Erinnerungsortetafeln an Hauswänden geschichtlicher Orte, an Denkmalen etc. Wie viel tatsächliches bürgerschaftliches Engagement darin steckt, lasse ich mal dahingestellt sein. Daneben steht die privat durch den Verein Gelsenzentrum e.V., „Gemeinnütziger Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Gelsenkirchen“ und dessen Projektgruppe Stolpersteine organisierte Verlegung von Stolpersteinen in Gelsenkirchen. Die Verlegung von Stolpersteinen wird unterschiedlich beurteilt, auch in Gelsenkirchen. Die Ablehnung des Engagement von Gelsenzentrum e.V. ging offenbar so weit, dass Andreas und Heike Jordan, die Protagonisten des Gelsenzentrums, Hausverbot in der Synagoge in Gelsenkirchen erhielten. (Nachtrag: Das Hausverbot wurde inzwischen stillschweigend wieder aufgehoben.) Diese Form der Auseinandersetzung ist nicht nur überaus bedauerlich, sondern schädlich, wenn man gemeinsam gegen Rechtsextremismus arbeiten will.

Stolpersteinverlegung am 28. Februar 2012 - im Bild u.a. Heike Jordan und Oberbürgermeister Frank Baranowski

Stolpersteinverlegung am 28. Februar 2012 – im Bild u.a. Heike Jordan und Oberbürgermeister Frank Baranowski

Schwierig gestaltet sich auch die Zusammenarbeit bei Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Es ist kein Zufall, dass es angesichts des geplanten Aufmarsches der „Die Rechte“ am 1. Mai 2015 in Gelsenkirchen kein gemeinsames Bündnis „Gelsenkirchen stellt sich quer“ wie in benachbarten Städten gab, in der auch weltanschaulich unterschiedliche Organisationen zusammenarbeiten dürfen. Stattdessen organisierten örtliche Organisationen in Gelsenkirchen-Rotthausen auf dem Ernst-Käsemann-Platz ein Freundschafts- und Kulturfest, an das sich die Demokratische Initiative „anhängte“ und zur Teilnahme aufrief. Ein Bündnis aus Jugendorganisationen bildete das Bündnis „G-E-blockt“ mit dem Ziel, Sitzblockaden durchzuführen. Das seit 2011 bestehende Antikriegstagsbündnis benannte sich zum „Bündnis gegen Krieg und Faschismus“ um und meldete eine Kundgebung direkt an der Stadtgrenze Essen-Gelsenkirchen an. Im letzteren sind neben Mitglieder der Die Linke, der DKP, der Piraten und der VVN-BdA auch Mitglieder von AUF/MLPD, die für weite Teile des Gelsenkirchener Establishments ein dunkelrotes Tuch sind. Bereits zum Antikriegstag 2014 war der örtliche DGB, der nach untätigen Jahren mal wieder zu einer örtlichen Antikriegstagsveranstaltung aufrief, nicht zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit unserem Bündnis bereit.

Veranstaltung zum Antikriegstag am 1. September 2011 – im Bild die Sprecherin der Gelsenkirchener Linke, Ayten Kaplan

Veranstaltung zum Antikriegstag am 1. September 2011 – im Bild die Sprecherin der Gelsenkirchener Linke, Ayten Kaplan

Wer sich an die Geschichte vor 1933 erinnert (oder sogar aus eigenem Erleben zurückerinnert), sollte wissen, dass die Spaltung der Gegner es den Nazis besonders leicht gemacht hatte, stark zu werden und schließlich ihr verbrecherisches Regime zu errichten. Diese Voraussetzung für einen Wiederaufstieg von Rechtsextremisten ist leider vorhanden – auch in Gelsenkirchen.

Demnig verlegt zum siebten Mal Stolpersteine in Gelsenkirchen

Im Bild verlegt Gunter Demnig am 9. Februar 2010 einen Stolperstein für den belgischen Zwangsarbeiter Charles Ganty im Schatten der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst

Im Bild verlegt Gunter Demnig am 9. Februar 2010 einen Stolperstein für den belgischen Zwangsarbeiter Charles Ganty im Schatten der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst

Zu den 87 bisher in Gelsenkirchen verlegten Stolpersteinen wird der Kölner Bildhauer Gunter Demnig am 12. Dezember 2014 weitere 32 verlegen, darunter auch Stolpersteine für die Familie Böhmer. Ein „Rosa-Böhmer-Platz“ ist dagegen noch immer nicht in Sicht.

Zum siebten* Mal seit 2009 kommt der Aktionskünstler nach Gelsenkirchen. Die Stolpersteine, die Gunter Demnig seit 1992 europaweit verlegt, erinnern symbolisch am letzten frei gewählten Wohnort an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von den Nazis verfolgt, entrechtet, vertrieben, deportiert oder ermordet worden sind. Das größte und dezentrale Denkmal in Europa erinnert an Juden, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Behinderte. Man „stolpert“ nicht im wörtlichen Sinn über die in das Straßenpflaster eingelassenen Gedenksteine. Wer auf sie beim Gehen aufmerksam wird, muss anhalten und sich vor dem Stein verbeugen, um Namen, Lebensdaten und Verfolgungsgrund zu lesen.

Die bisherige Planung der Stolperstein-Verlegung sieht wie folgt aus:

Familie Zwecher, Urbanusstraße 1,  9.00 Uhr
Alice und Brunetta Stein, Buerer Straße 8, 9.30 Uhr
Familie Ramer, Florastraße/MIR, 10.00 Uhr
Familie Ullendorf, Husemannstraße 33, 10.30 Uhr
Familie Georg Alexander, Ringstraße 54, 11.00 Uhr
Familie Löwenthal, Karl-Meyer-Straße 2, 11.30 Uhr
Familie Böhmer, Bergmannstraße 34, 12.00 Uhr

Andreas Jordan von Gelsenzentrum e.V., ohne dessen unermüdlichen Einsatz keine Stolpersteine in Gelsenkirchen verlegt werden würden, lädt Paten, Freunde und Freundinnen, Unterstützer und Unterstützerinnen mit ihren Familien und Freunden zur Teilnahme an der Verlegung herzlich ein und ruft zugleich die Paten dazu auf, die Verlegezeremonien mit eigenen Beiträgen zu ergänzen, „vielleicht mit einem Wortbeitrag, einer Rede, ein Gedicht oder handgemachte Musik.“

Bald Rosa-Böhmer-Platz in Gelsenkirchen?

So könnte zum Beispiel die Gedenktafel zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Gelsenkirchens auf einem innerstädtischen Rosa-Böhmer-Platz aussehen

So könnte zum Beispiel die Gedenktafel zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma Gelsenkirchens auf einem innerstädtischen Rosa-Böhmer-Platz aussehen

Wie in der Aufstellung oben zu sehen ist, werden gegen 12 Uhr Stolpersteine für die Familie Böhmer verlegt. Leser dieses Blogs werden sich an den durch Gelsenzentrum beantragten Rosa-Böhmer-Platz in der Innenstadt erinnern, der sich mit der Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma in die Landschaft der vorhandenen vier innerstädtischen Plätze, die an Widerstand und Verfolgung der Sozialdemokraten (Margarethe-Zingler-Platz), Kommunisten (Fritz-Rahkob-Platz), Katholiken (Heinrich-König-Platz) und Juden (Leopold-Neuwald-Platz), einfügen würde. Nach meinem letzten Stand vom August 2013 hatte der Leiter des Instuts für Stadtgeschichte (ISG), Stefan Goch, den sicher nicht einfachen Auftrag erhalten, einen „geeigneten“ Platz zu finden. Ich hoffe nach wie vor, dass sich die Ausgrenzung der Sinti und Roma nicht im Gedenken fortsetzt und die Stadt einen abgelegenen Platz am Stadtrand nach ihr benennt. Das wäre nicht nur blamabel, sondern einer sozialdemokratisch regierten Stadt unwürdig!

*In einer früheren Fassung schrieb ich, dass Demnig zum achten Mal nach Gelsenkirchen zum Verlegen kommt. Dabei handelte es sich um einen Zählfehler, auf den mich Andreas Jordan freundlicherweise hinwies.

Antifaschistischer Stadtspaziergang: Nächster Halt – Stolperstein!

Stolpersteinverlegung für die Familie Krämer am 8. Oktober 2012

Stolpersteinverlegung für die Familie Krämer am 8. Oktober 2012

An diesem Samstag lädt Andreas Jordan, ohne dessen Einsatz es wohl keine Stolpersteine in Gelsenkirchen geben würden, zu einem Stadtspaziergang ein. Der Spaziergang beginnt am Standort des damals so genannten „Judensammellagers“ am Wildenbruchplatz (heute Polizeiwache gegenüber der Feuerwache 1) und führt entlang von Stolpersteinen etwa zweieinhalb Stunden durch die Gelsenkirchener Alt- und Neustadt zum alten jüdischen Betsaal in der Von-der-Recke-Straße.

Die Stolpersteine, die der Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig seit 1992 verlegt, erinnern symbolisch am letzten frei gewählten Wohnort an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von den Nazis verfolgt, entrechtet, vertrieben, deportiert oder ermordet worden sind. Das größte und dezentrale Denkmal in Europa erinnert an Juden, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Behinderte. Man stolpert nicht wirklich über die in das Straßenpflaster eingelassenen Gedenksteine. Wer auf sie beim Gehen aufmerksam wird, muss anhalten und sich vor dem Stein verbeugen, um Namen, Lebensdaten und Verfolgungsgrund zu lesen. In Gelsenkirchen wurden seit 2009 nach und nach 79 Stolpersteine verlegt. Weitere werden auch in diesem Jahr folgen.

Der Stadtspaziergang beginnt um 14 Uhr am Samstag, 7. Juni 2014 am Wildenbruchplatz 2 (Polizeiwache), 45888 Gelsenkirchen. Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstalter sind die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Gelsenkirchen in Kooperation mit der Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen.

Die Unterdrückung Andersdenkender in der Adenauerzeit im Film und im Zeitzeugengespräch

verboten-verfolgt-vergessenEs gibt sie noch, die vergessenen Kapitel der jüngeren Zeitgeschichte. In der noch jungen Bundesrepublik Deutschland, 1949 nur vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet, wurde bereits 1950 wieder der Aufbau einer Armee geplant. 1956 war es schließlich soweit und der Bundestag beschloss die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Gegen diese Politik gab es damals selbstverständlich öffentliche Proteste, die jedoch von der Regierung des Bundeskanzlers Adenauer sehr schnell kriminalisiert und deren Protagonisten massiv verfolgt wurden.

Das Strafrecht wurde durch ein „Blitzgesetz“ geändert. Alle Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die Wiederbewaffnung und für freie Wahlen in ganz Deutschland (welches damals noch zweigeteilt war) einsetzten, konnten als Staatsfeinde verfolgt werden. Eine Volksbefragung der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) gegen die Wiederbewaffnung, an der bis dahin 9 Millionen Menschen teilgenommen hatten, wurde 1951 verboten. Schließlich wurde die KPD 1956 für verfassungswidrig erklärt, verboten und aufgelöst. Nur wenige Jahre nach Verfolgung und Ermordung zahlreicher Mitglieder und Anhänger der KPD durch die Nazis standen wirkliche und angebliche Kommunisten wieder im Fokus der Verfolgung, dieses Mal durch einen demokratischen Staat. In der Zeit von 1951 bis 1968 wurden durch die Strafverfolgungsbehörden etwa 200.000 Ermittlungsverfahren durchgeführt. Etwa 10.000 Betroffene wurden zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, ihre Existenz damit zerstört. Schon das Lesen eines Kinderbuches aus der DDR war im demokratischen Staat strafbar. Es war übrigens die gleiche Zeit, in der alte Nazis in der Bundesrepublik Deutschland wieder rehabilitiert wurden und vielfach wieder auf ihre Posten eingesetzt wurden.

Gegenstand der Proteste und ihrer Verfolgung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Gelsenkirchener VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), des Vereins Gelsenzentrum e.V. und des Rosa-Luxemburg-Clubs Gelsenkirchen. Wir werden uns den Film „Verboten – verfolgt – vergessen“ von Daniel Burkholz ansehen und zwei Zeitzeugen, das Ehepaar Wils, wird von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Der Film von Daniel Burkholz dauert etwa 40 Minuten und entstand 2012 mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Filmveranstaltung und Zeitzeugengespräch finden am Montag, 12. Mai 2014 um 19.30 Uhr in der „die flora“, Florastraße 26 in 45879 Gelsenkirchen statt. Wer vorab mehr über den Film und die Zeitzeugen erfahren möchte, sei unter anderem auf den Blogeintrag von Anja Röhl verwiesen.