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Widerstand und Verfolgung in Duisburg 1933-1945

Anlässlich der Sitzung des Landesausschusses der nordrhein-westfälischen VVN-BdA gab es die Gelegenheit, die Ausstellung zu Widerstand und Verfolgung in Duisburg 1933-1945 anzusehen. Die Sitzung fand aus aktuellem Anlass im Duisburger Stadtteil Kaßlerfeld statt, nachdem das Immobilienmanagement der Stadt Duisburg der Duisburger VVN-BdA die Räume in den beiden Pavillions auf dem Gelände der Grundschule Wrangelstraße gekündigt hatte. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen.

Blick in einen der beiden Ausstellungsräume

Blick in einen der beiden Ausstellungsräume

Die Bezeichnung der Ausstellung variiert: Vor dem rückwärtigen Eingang zum Schulgelände wird auf die Ausstellung mit einem Schild „Tatort Duisburg 1933-1945“ hingewiesen. Auf der Eingangstür selbst ist „Dokumentationszentrum Wilhelmine Struth/Mathias Thesen“ zu lesen. Dessen ungeachtet handelt es sich um eine der bemerkenswertesten und ungewöhnlichsten Ausstellungen, die ich bislang gesehen habe.

Teile der Ausstellung zu Frauen im Widerstand

Teile der Ausstellung zu Frauen im Widerstand

Bestehen Ausstellungen für gewöhnlich aus großen Tafeln mit Bildern und Texten in einheitlichem und professionell wirkendem Layout, zeigt sich die Duisburger Ausstellung in abwechslungsreicher Gestaltung der Tafeln mit erkennbaren selbstgemachten Anteilen. Bilder, Texte, Überschriften, Kopien von Dokumenten und Zeitungsartikeln wurden zusammenmontiert und in großen Bilderrahmen hinter Glas eingefasst. Die Ausstellungstafeln selbst sind an einem umlaufenden Holzgerüst angebracht. Weiter finden sich wie in einem Privathaushalt eine Reihe weiterer Fotos in Bilderrahmen.

Teile der AUsstellung zum KZ-Außenlager Ratingsee in Duisbrg-Meiderich

Teile der Ausstellung zum KZ-Außenlager Ratingsee in Duisburg-Meiderich

Die Ausstellung selbst ist in Schwerpunkte gegliedert. So findet sich zum Beispiel eine Abteilung über Duisburger Frauen im Widerstand und eine weitere Abteilung über das KZ-Außenlager Ratingsee im Duisburger Stadtteil Meiderich. Zu den Ausstellungsstücken gehören unter anderem auch die in einem Wandschrank eingebaute Schreibmaschine inklusive der Vervielfältigungsmaschine, auf der in der Nazi-Zeit illegal Flugblätter hergestellt wurden, sowie ein Modell in KZ-Kleidung.

Ausstellungsstücke in der Duisburger Ausstellung der VVN-BdA

Ausstellungsstücke in der Duisburger Ausstellung der VVN-BdA

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Duisburg kündigt VVN-BdA-Ausstellung zu Widerstand und Verfolgung 1933-1945 in Duisburg

Während in Duisburg unter mäßigen Gegenprotesten der PEGIDA-Ableger im Januar seinen ersten Jahrestag feiern konnte (450 Pegidaisten standen nach einem Bericht der örtlichen WAZ 550 Gegendemonstranten gegenüber), kündigte im Februar das Immobilienmanagement der Stadtverwaltung die Ausstellungsräume der Kreisvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Die Kündigung erfolgte ohne Angabe von Gründen.

Wie im auf der Homepage der Landesvereinigung veröffentlichten Brief an den Duisburger Oberbürgermeister Sören Link zu lesen ist, wurde die Kündigung am 02.02.2016 per Boten zugestellt, wirksam wird sie zum 02.05.2016 (, übrigens dem Jahrestag der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis 1933).

Ein Blick in die gekündigten Ausstellungsräume der VVN-BdA Duisburg (Quelle: VVN-BdA-NRW)

Ein Blick in die gekündigten Ausstellungsräume der VVN-BdA Duisburg (Quelle: VVN-BdA-NRW)

Es handelt sich um Räumlichkeiten in der Gemeinschaftsgrundschule Wrangelstraße, in der sich 180 Schautafeln und viele andere Exponate befinden. Die Ausstellung zeigt beispielsweise „die geheime Druckerei, die die Familie Max und Käthe Miklowait im Vorratskämmerchen ihrer Wohnung in Duisburg-Hochfeld betrieben hat, um Flugblätter gegen die Nazis zu schreiben.“ Max ist dafür erst vier Jahre ins Zuchthaus und anschließend in ein KZ gegangen.

Beispielloser Vorgang im Umgang mit Gedenkstätten

Genau diesen privaten Blick auf Widerstand und Verfolgung in Duisburg mache den Charme der Ausstellung aus, so die Duisburger VVN-BdA in ihrem Brief und bitten den Oberbürgermeister, sich den Vorgang zeigen zu lassen um die Abwicklung der Ausstellung zu verhindern. Zudem könne man „bei aller Fantasie keinen Grund erkennen, der es nötig machen würde, (…) die Räume (zu) verlassen.“

Die Landesvereinigung Nordrhein-Westfalen der VVN-BdA, die in diesem Jahr ihr siebzigjähriges Bestehen feiert, spricht auf ihrer Homepage „von einem beispiellosen Vorgang im Umgang mit Gedenkstätten“ und bittet um Solidarität der Erinnerungsarbeiter bundesweit.

Supplement
„Wir werden eine Lösung finden …“, heißt es nun von Seiten der Duisburger Stadtverwaltung. Bericht in der Duisburger WAZ und auf der Seite der VVN-BdA-NRW. Mal schauen, was dabei herauskommt …

Eindrücke von der Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ auf Zollverein in Essen

Dem einen oder anderen dürfte schon das Plakat mit den Gasmasken tragenden Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg aufgefallen sein. Aus Anlass des hundertsten Jahrestages des Kriegsbeginns 1914 zeigen das LVR-Industriemuseum und das Ruhrmuseum in der Mischanlage der Kokerei auf Zollverein in Essen die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“. Trotz des Untertitels „Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ richtet sich die Ausstellung nicht ausschließlich auf die Kriegszeit von 1914 bis 1918, sondern präsentiert die Zeit von etwa 1880 bis 1930.

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung "1914 - Mitten in Europa"

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“

Auf drei Ebenen werden in dem zur Ausstellungshalle umfunktionierten Industrierelikt die Zeit vor dem Krieg mit ihrem technologischen und industriellen Fortschritt in einer rückständigen Klassengesellschaft, die Kriegszeit mit ihren waffentechnischen Erfindungen, der Kriegspropaganda, dem Hunger und den Kriegsfolgen sowie die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bezogen auf das Rheinland und das Ruhrgebiet gezeigt. Durch die Ausstellung führte unsere aus Essenern und Gelsenkirchenern bestehende Gruppe der Historiker Markus Renner.

Zunächst ging es mit der Standseilbahn in die Ausstellung. Die oberste Ebene zeigt mit Ausstellungsstücken die Zeit vor dem Krieg und stellt die vor allem industrielle Entwicklung der Rhein-Ruhr-Region dar, weist auf die Ursprünge noch heute vertriebener Produkte wie Persil oder Aspirin hin, zeigt anhand der Mode das Frauen- und Männerbild der Zeit sowie die Art der Erziehung. Zu den Ausstellungsstücken gehört natürlich auch ein damals weitverbreiteter Matrosenanzug für Kinder.

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung "1914 - Mitten in Europa"

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“

Über eine Wendeltreppe erreichten wir die mittlere Ebene, die in vielen Ausstellungsstücken die Zeit des Ersten Weltkrieges darstellt. Bedrückend waren Darstellungen von Verletzungen, die der moderne, industrielle Krieg produzierte. Moderne Waffen verursachten bis dahin unverstellbare körperliche Verletzungen sowie auch psychische Traumata. Artillerie wurde auf Entfernung eingesetzt, Maschinengewehre „mähten“ angreifende Soldaten nieder, Handgranten wurden immer handlicher. An den Wänden befanden sich Plakate der Kriegspropaganda, die zur Zeichnung von Kriegsanleihen, zur Spende von Kaninchenfellen etc aufriefen. Ein weithin unterschätztes Thema ist der Hunger an der Heimatfront, dem nach aktuellen Schätzungen von Historikern mehr Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, als bei Bombardierungen der deutschen Städte im Zweiten Weltkrieg. Zu den Ausstellungsstücken gehörten auch Gedenktafeln aus Essen, die beispielsweise die Gefallenen der Firma Krupp wandgroß auflisteten.

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung "1914 - Mitten in Europa"

Kokerei Zollverein, Essen, Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“

Die untere Ebene stellt über verschiedene Ausstellungsstücke die Zeit nach dem Krieg, Novemberrevolution, Freikorps, Kapp-Putsch und Rote Ruhrarmee sowie die Zeit bis zur Nazi-Diktatur dar. Am Ausgang wiesen letzte Fotos auf die uniforme Volksgemeinschaft der Nazis und ihre Verbrechen hin.

In der Ausstellung werden mehr als 2.500 Exponate aus verschiedenen Sammlungen präsentiert. Der Ausstellungsort, die drei Ebenen des Kohlespeichers, zeigen mit ihren riesigen Hallen, Betonwänden und Metallverstrebungen ein passendes Umfeld für die Darstellung des ersten modernen und industriellen Krieges.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Oktober 2014 zu besichtigen und sehr sehenswert.

Ausstellung zu NSU-Verbrechen in Herten

In unserer Nachbarstadt, im Hertener Glashaus, ist eine kleine und unauffällige, aber gut gemachte Ausstellung zu den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ zu sehen. Über ein Jahrzehnt konnten Nazi-Terroristen unbehelligt durch die Republik reisen und Menschen ermorden, während die Polizei, anstatt Neonazis zu suchen, das Umfeld der Opfer verdächtigte. Erst im November 2011 flog die Terrorzelle auf. Die Ausstellung ist in Herten noch bis zum 10.02.2014 zu sehen.

Die im November 2013 in Nürnberg eröffnete Wanderausstellung zeigt auf 22 großformatigen Tafeln die Verbrechen und gesellschaftliche Hintergründe. Im ersten Teil wird nach einer Chronologie der Ereignisse das Leben der Ermordeten kurz dargestellt, im zweiten Teil die Neonaziszene beleuchtet und werden die Ursachen benannt, warum die Polizei die Mordserie nicht aufdeckte, sowie der Umgang mit dem Thema nach dem Auffliegen des NSU gezeigt.

NSU-Ausstellung 03In den Biografien kommen die Menschen und ihr Leben, ihre Geschichte hinter den Mordopfern wieder zum Vorschein; sie verdeutlichen die Unmenschlichkeit der Nazi-Terroristen, die selbst von Banküberfällen lebend, arbeitende Familienväter brutal ermordeten, nur weil es sich um Menschen aus der Türkei und Griechenland handelte. Aus dem Rahmen fällt die Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn.

In weiteren Tafeln wird gezeigt, dass hinter den drei bekannten Terroristen Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt ein Netzwerk von „Kameraden“ gestanden haben wird und sie höchstwahrscheinlich Hilfe bei der Anmietung von Wohnungen, Beschaffung falscher Papiere, Pistolen und Sprengstoff sowie emotionale Unterstützung aus der rechten Szene (Besuche, Urlaube) erhalten haben.

NSU-Ausstellung 08Wie Rassismus und Vorurteile die Ermittlungsarbeit der Polizei prägten und wie die gesellschaftliche Aufarbeitung der Verbrechen begann, zeigen die Tafel gegen Ende der Ausstellung.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von Birgit Mair und dem von ihr gegründeten Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) in Nürnberg.

Herman-Neudorf-Ausstellung beeindruckend in der Gesamtschule Horst eröffnet

In der Gesamtschule Horst wurde heute um 16 Uhr in einer sehr beeindruckenden Weise die Ausstellung für den Holocaust-Überlebenden Herman Neudorf eröffnet. Der einzige Überlebende seiner Familie, an einem trüben Herbsttag im Oktober 1938 als 13jähriger aus dem Turnunterricht verhaftet und wie zahlreiche andere Juden polnischer Abstammung nach Polen abgeschoben, lebt heute 87jährig in den USA und wohnte von dort aus per Skype der Eröffnung gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Anna vom heimischen Sofa aus bei.

Natürlich waren mehrere Klassen Schülerinnen und Schüler mit dabei, Lehrer sowie verschiedene Gäste, und selbstverständlich auch die Ausstellungsmacher des Gelsenzentrums, Heike und Andreas Jordan. Unter den Fotografen war mit Sicherheit auch jemand von der Presse anwesend, so dass ich mich ganz auf die Veranstaltung konzentrierte und keine Fotos machte. Auch der Bezirksbürgermeister Gill zeigte sich als begeisterter Fotograf.

Zunächst begrüßte der Schulleiter der Gesamtschule Horst die Anwesenden, bat insbesondere die Schülerinnen und Schüler um Ruhe und begrüßte Herman Neudorf im fernen Florida. Wir erfuhren, dass wir uns im selben Gebäude befanden, in denen Herman Neudorf bis 1938 unterrichtet wurde, damals war hier natürlich noch keine Gesamtschule, sondern ein Realgymnasium untergebracht.

Zum Programm gehörte ein jiddisches und sehr getragenes Musikstück, dass sich Herman Neudorf gewünscht hatte. Es folgten von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe aufgeführte Theaterszenen mit 4 Stationen aus Hermans Leben. Hier zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Sichtweise auf die Verhaftung im Unterricht, der Ankunft im Polizeigefängnis, der Abschiebung im Zug und dem Aufenthalt in Polen. Damit überhaupt alle etwas sehen konnten, mussten sich die vorderen Schülerreihen auf den Boden setzen oder knien, so voll war es.

Nach einer kurzen Textdarbietung zeigte eine weitere Schülergruppe typische Reaktionen auf verlegte Stolpersteine, sowie einem Aufruf, warum es wichtig ist, sich der Vergangenheit zu stellen. Herman Neudorf bedankte sich noch einmal für die Veranstaltung und dankte vor allem Andreas und Heike Jordan für ihr Engagement. Schließlich sprach Andreas Jordan abschließend und eröffnete die Ausstellung.

Zu diesem Zweck hatten sich einige Schülerinnen und Schüler der Unterstufe als „Ausstellungsguides“ vorbereitet und konnten den interessierten Gästen zu einzelnen Tafeln der Ausstellung einen kurzen Überblick geben, mithin einen Anstoß, selbst weiter zu lesen und zu schauen.

Alles in allem eine sehr schöne, sehr würdige Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung selbst ist sehr sehenswert. Sie beginnt mit einer Tafel über „Jüdisches Leben in Horst“ und folgt der Chronologie der Ereignisse, stellt zunächst mit einer Tafel „Die Familie Neudorf“ vor und folgt den wechselhaften Ereignissen in Herman Neudorfs Leben, die der „Verhaftung aus dem Unterricht heraus“ folgten. Herman Neudorf konnte wie durch ein Wunder nach Kriegsbeginn nach Gelsenkirchen zurückkehren, nur um 1942 erneut deportiert zu werden, dieses Mal nach Riga. Es folgte unter anderem ein Aufenthalt im Konzentrationslager Buchenwald, der ihn zeitweilig in das Außenlager Bochumer Verein in unserer Nachbarstadt führte. Er überlebte den Todesmarsch aus dem KZ Buchenwald nur knapp und wurde am 14. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit. Hier endet die Ausstellung nicht, sondern zeigt seine weitere Lebensgeschichte, die Rückkehr nach Gelsenkirchen, die „Suche nach Tätern“ und schließlich die Auswanderung nach Übersee. Die Ausstellung endet mit der Darstellung seines neuen Lebens nach 1945. Das letzte Foto zeigt die drei verlegten Stolpersteine auf der Markenstraße 19 für die ermordeten Eltern und den überlebenden Herman Neudorf.

Die Ausstellung ist bis zum 9. November in der Gesamtschule Horst zu sehen.

Stolperstein und Ausstellung für Herman Neudorf

Nach der Verlegung von 18 weiteren Stolpersteinen und einer sehr schönen Abschlussveranstaltung zur Stolpersteinverlegung im Kaminzimmer von Schloss Horst am 8. Oktober 2012 wird der Verein Gelsenzentrum vom 26. Oktober bis zum 9. November 2012 in der Gesamtschule Horst eine Ausstellung über das Schicksal des Holocaust-Überlebenden Herman Neudorf zeigen.

Bei der Verlegung am 8. Oktober in der Markenstraße 19 in Gelsenkirchen wurde zum ersten Mal ein Stolperstein für jemanden verlegt, der den Holocaust überlebt hat. Der heute 87jährige, in den USA lebende Herman Neudorf, geriet 1938 in die Verfolgungs- und Mordmaschine der Nazis, er überlebte als einziger seiner Familie. Mit der Verlegung eines Stolpersteins für ihn, wurde die Familie im Gedenken vor dem Haus in der Markenstraße 19 wieder vereint.

In der sich an die Stolpersteinverlegung anschließenden Matinee im Kaminzimmer von Schloss Horst beeindruckten nicht zuletzt die Opernsängerin Michaela Sehrbrock, die eine Auswahl von Gedichten und Liedern der tschechisch-jüdischen Schriftstellerin Ilse Weber über das KZ Theresienstadt vortrug, und am Klavier von Marion Steingötter begleitet wurde. (Schön auch, dass nicht nur ProNRW im Schloss Horst tagt!)

Für den 26. Oktober 2012 hat Gelsenzentrum nun eine Ausstellung vorbereitet, die das Verfolgungsschicksal und das Überleben von Herman Neudorf zeigen. Lehrer und Schüler der Gesamtschule Horst bereiten ein vielfältiges Programm mit Theaterszenen, einer Kunstinstallation und weiteren Präsentationen sowie Führungen durch die Ausstellung vor. Die Eröffnung beginnt um 16 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 9. November 2012, dann findet wieder um 16 Uhr eine Finissage statt. Der Titel der Ausstellung ist Programm: „Vergeben muss man, aber Vergessen ist unmöglich …“