Achter Mai arbeitsfrei – Zeit für Antifaschismus!

8. Mai 2020: Eines der vielen selbstgemachten Plakate und ein Blick auf einen Teil der kontaktlosen Menschenkette.

Fast 175.000 Unterschriften hat die VVN-BdA als Initiatorin der Online-Pettion „8. Mai zum Feiertag machen! Was 77 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ gesammelt, diese gehört schon jetzt zu einer der meist gezeichneten Online-Petition. Inspiriert wurde sie von Esther Bejarano, die als Mitglied des „Mädchenorchester von Auschwitz“ das gleichnamige Vernichtungslager, das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und einen Todesmarsch überlebte. Bis zu ihrem Tod am 10. Juli 2021 war sie Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V. und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

In einem Offenen Brief hatte sie im Jahr vor ihrem Tod und einen Tag vor dem Gedenktag an die Befreiung von Auschwitz, am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“ ihre Forderung aufgestellt: „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“

Inzwischen zieht die Kampagne der VVN-BdA immer weitere Kreise. So führte Anfang April die Naturfreundejugend NRW zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern, darunter auch der VVN-BdA NRW, den „Esther-Kongreß“ durch, und stärkt mit einer eigenen Kampagne auf NRW bezogen die Forderung, den 8. Mai zum Feiertag zu machen. In unserer Stadt, in Gelsenkirchen, hat in den beiden vergangenen Jahren das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung um den 8. Mai eigene Veranstaltungen durchgeführt; in diesem Jahr wird erstmals die Stadt Gelsenkirchen auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses verschiedene Veranstaltungen um den 8. Mai durchführen, an denen neben den städtischen Kultureinrichtungen und das Institut für Stadtgeschichte auch das Aktionsbündnis beteiligt sein wird. Unsere Forderung bleibt: Achter Mai arbeitsfrei – Zeit für Antifaschismus!

3 Gedanken zu „Achter Mai arbeitsfrei – Zeit für Antifaschismus!

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