Kleine Gedenkveranstaltung für Fritz Rahkob

Es ist über 20 Jahre her, dass der Rat der Stadt Gelsenkirchen drei Plätze in der Gelsenkirchener Innenstadt nach örtlichen WiderstandskämpferInnen benannt hat: den Heinrich-König-, Margarethe-Zingler- und den Fritz-Rahkob-Platz.

In einer Stadt, die stark von Bergbau und Industrie geprägt war, war es nur logisch, dass der Widerstand gegen den Faschismus aus der Arbeiterschaft kam. Und diese Arbeiterschaft war politisch durch Sozialdemokratie, Kommunisten und Katholizismus vertreten. Heinrich König, Margarethe Zingler und Fritz Rahkob repräsentieren die Breite des Widerstands in Gelsenkirchen, der vor allem Arbeiterwiderstand war. Die Erinnerung an diese antifaschistischen Widerstandskämpfer hat in Gelsenkirchen zu Recht einen hohen Stellenwert.

Das Auftreten alter und neuer Nazis auch in Gelsenkirchen zeigt die Notwendigkeit sowohl zur Auseinandersetzung mit aktuellen rechten Positionen, als auch zu Gegenaktivitäten von Antifaschisten. Wir erachten aber auch die Auseinandersetzung mit den historischen Verbrechen des Faschismus für weiterhin notwendig, um einer Wiederholung dessen entgegen zu wirken.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Gelsenkirchen lädt anlässlich des 67. Jahrestages der Ermordung von Fritz Rahkob am Mittwoch, 24. August 2011, 18 Uhr zu einer kleinen Gedenkveranstaltung auf dem Fritz-Rahkob-Platz an der Gedenktafel zwischen Hans-Sachs-Haus und Bildungszentrum ein.

Kein Vergeben, kein Vergessen

Am 24. August 1944 wurde Fritz Rahkob durch Nazi-Schergen umgebracht. Der Vorwurf gegen den Antifaschisten war der des Hochverrates, tatsächlich ein konsequenter Kampf gegen Nazi-Deutschland.

An ihn wollen wir am 24. August 2011 um 18 Uhr auf dem Fritz Rahkob Platz erinnern. Sein damaliger „Hochverrat“ ist uns heute Vorbild und mahnt an seinen Kampf gegen Faschismus und Krieg.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Gelsenkirchen lädt alle Menschen herzlich zu diesem Gedenken und zur Niederlegung von Blumen ein.

FaschistInnen sind von dieser Veranstaltung ausgeschlossen.