“Das ist das Mindeste!” – 1. Mai 2011 in Gelsenkirchen

Bunt wie in jedem Jahr war die diesjährige DGB-Kundgebung zum 1. Mai. Die Sonne, die schon über das O-Ton-Festival und den Ostermarsch gelacht hatte, sorgte auch zum 1. Mai für ein wunderbares Kundgebungswetter. Wie in jedem Jahr waren zahlreiche Mitglieder der DGB-Gewerkschaften (IG Metall, Ver.di, IG BCE, IG BAU, NGG, GEW) vertreten und sammelten sich ab 10 Uhr auf dem Vorplatz des Musiktheaters. Um 10.30 begann der Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Neumarkt, voran das Werksorchester Consol.

1. Mai 2011 (02)Auch die SPD, die ja Volkspartei und keine Arbeiterpartei sein will, zeigte Flagge mit ihrer “Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen”. Allein schon der Name klingt in meinen Ohren typisch sozial-bürokratisch. MLPD/AUF und ihre diversen Unterorganisationen waren auch wieder dabei. Die Hartz-IV-Selbsthilfegruppe des Industrie- und Sozialpfarramtes (ISPA) trug wieder das “Kreuz der Arbeitslosigkeit” im Demonstrationszug.

1. Mai 2011 (14)Wie schon im letzten Jahr gab es einen Jugendblock aus Falken, der Schokofront und befreundeten Jugendlichen aus anderen Jugendverbänden (Grüne Jugend, Jusos), der allerdings im Gegensatz zu den meisten anderen Organisationen sich die Mühe gemacht hatte, ein paar neue Transparente zu erstellen. Wie schon im letzten Jahr lockerten sie den Demonstrationszug durch ihre “Sitzblockaden” auf, und skandierten lautstark ihre Forderungen zu Musik von Ton Steine Scherben, während aus dem MLPD-Abschnitt gefühlte 180 Jahre alte Arbeiterlieder erklangen.

Auch der Verein Alternative e.V. war mit Fahnen vertreten, dafür fehlte dieses Mal die VVN-Fahne, auch wenn einzelne ihrer Mitglieder im Demonstrationszug waren. Die Linke war mit einer überschaubaren Anzahl von Mitgliedern dabei, eine Hälfte lief mit ihren Fahnen zwischen der MLPD und Ver.di, die andere Hälfte im vorderen Teil neben der Alternative e.V.

1. Mai 2011 (26)Auf dem Neumarkt begann nach dem Eintreffen des Demonstrationszuges die Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie wurde durch den Vorsitzenden des DGB Emscher-Lippe, Josef Hülsdünker, eröffnet. Es folgte ein kämpferisches Grußwort durch den sozialdemokratischen Oberbürgermeister Frank Baranowski und eine ebenso kämpferische Rede von Detlef Wetzel, dem 2. Vorsitzenden der IG Metall.

Auf dem Platz gab es Infostände verschiedener Einzelgewerkschaften, der Falken, des ACE und mehrerer Parteien, Essstände mit Kaffee und Kuchen sowie einer Kinderbetreuung der DGB-Jugend. Unter dem Motto “Wie willst Du leben?” konnten die Kleinen hier basteln …

1. Mai 2011 (37)Nachgetragener Artikel

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